Wort zum Tag: Eine Prise Mut

Es ist einer der Momente, wo man spürt, daß einem das Leben auch etwas zurückgibt…

Ich unterstütze im Rahmen eines Pfarrprojektes seit geraumer Zeit eine Familie aus dem Irak. Wir lernen Deutsch zusammen, machen Hausübungen gemeinsam usw. Die zwölfjährige Tochter C. hatte vor kurzem ihr Schulabschlußfest, bei dem sich die Klasse von ihrer Lehrerin verabschiedete.  Jedes Kind sagte ein paar Sätze, was es mit der Schule oder der Lehrerin verbindet.

C. erzählte in schon sehr gutem Deutsch, wie sie vor 2 Jahren an ihrem ersten Tag vor der Klassentür stand und hineinging, Sie berichtete von Ihrer Aufregung, aber auch von „einer Prise Mut“, die sie gespürt hatte. Sie hat dann die Tür geöffnet und ist seinerzeit von der Klasse sehr nett aufgenommen worden.

Ich habe C. das Eine oder Andere in den letzten Monaten beigebracht. Heute aber hat sie mich etwas gelehrt. Nämlich mit „einer Prise Mut“ an manche Dinge heranzugehen. Und daß Mut manchmal belohnt wird.

 

 

Wort zum Tag: Hit it! (Oder wenn das Nachdenken Pause macht.)

Das heutige Wort lautet ganz einfach „Hit it!“ und stammt von James „The Beast“ Wilson.

Gelegentlich mache ich ja in unserem örtlichen FitnessCenter bei Videotrainings mit. Vor ein paar Tagen hat es mich eigentlich zufällig in ein Training namens „Boot Camp“ verschlagen. Vor der malerischen (?) Kulisse der Mojave Desert wurden wir von Herrn Wilson, der den vielsagenden Beinamen „The Beast“ trägt, gedrillt.

Bei einer Übung läuft man am Stand….ertönt das Kommando „Hit it!“ lässt man sich in die Liegestütze fallen. Und so wartet man wie der Pawlowsche Hund auf das Kommando, und statt Speichelfluss geht es ab zu Boden. Man denkt gar nicht mehr darüber nach.

Nicht nur, daß das Ganze – zumindest für mich -sehr anstrengend war. Mir ist der Gedanke gekommen, dieses „Hit it“ auch mal in den Alltag einzubauen. Wenn ich mich zu etwas entschlossen habe und dann doch wieder ins Grübeln komme – Hit it!, es wird jetzt einfach gemacht, ohne nochmal drüber nachzudenken. Vielleicht kann man es auch verwenden, um Grübelketten zu beenden bzw zu unterbrechen. Wenn vor dem geistigen Auge Herr Wilson erscheint und sein „Hit it!“ brüllt, das kann einem schon einen Ruck geben. Denke ich zumindest…..mal sehen, ob es praktikabel ist.

 

Wort zum Tag: Ich bin nicht auf der Welt….

….damit es mir schlecht geht! (Harald aus meiner Selbsthilfegruppe)

Wie einfach dieser Satz klingt. Und wie schwer es mir fällt, ihn mir immer wieder bewusst zu machen. Harald hat diesen Satz in einer Zeit „geboren“, in der es für ihn ganz und gar nicht rund gelaufen ist. Er hat sich mit diesem Satz, wie er sagt, in das Leben zurück katapultiert.

Ich beneide ihn.