Wien läuft

Kaum zu glauben…es gibt noch andere Läufer in Wien als mich! 🙂

Jetzt laufe ich doch schon eine gewisse Zeit und bin erst heute auf die Seite „Wien läuft“ gestossen….eine schöne Seite, in der die in Wien stattfindenden Wettläufe übersichtlich dargestellt werden.

Besonders interessant: Eine Liste mit Laufstrecken in Wien – ob ich dazu komme, alle auszuprobieren?

Lauftechnisch war es diese Woche ganz gut…am Dienstag 7Km am Stück geschafft, heute 6km. Großes Ziel sind nun natürlich die 8km in der Hauptallee (= einmal die Allee rauf und runter). Schauen wir mal!

Flucht und Hilfe

Es sind dramatische Stunden und Tage (ein kurzer Abriss des heutigen Tages kann hier gelesen werden)

Verzweifelte Flüchtlinge, die zu Fuß von Budapest nach Österreich wandern (170 km!!)
Die Ungewissheit, ob und welche Züge in die Freiheit fahren
Menschen, die den Flüchtlingen bei Nickelsdorf an der österreichischen Grenze einen herzlichen Empfang bereiten
Ein unendliches Maß an Hilfsbereitschaft an den österreichischen und deutschen Bahnhöfen
Deutsche und österreichische Politiker, die über ihren Schatten springen und die Grenzen öffnen, und somit die Menschlichkeit über politisches Kalkül stellen
Hilfsorganisationen, die die ankommenden Menschen professionell betreuen
Viele Private, die schnell einspringen und das besorgen, was gebraucht wird
Der sinnvolle Einsatz von sozialen Medien, um die Hilfe zu koordinieren
Die viel gescholtene Österreichische Bundesbahn, eher wegen Verspätungen und Filz bekannt, entwickelt sich zum Retter in der Not
Und noch so vieles mehr….

Ja, es sind schlimme Dinge passiert. Es passieren aber auch sehr gute Dinge. Und das gibt mir Hoffnung.
Was wir derzeit erleben, ist Geschichte….etwas, was die Generation nach uns einmal in Büchern lesen wird.

Wer sich informieren möchte, was man tun kann und wo was gebraucht wird, kann sich hier auf dem Laufenden halten (die Links gelten großteils für Österreich).

Refugees.at (laufende Berichte von den großen Bahnhöfen, auch München ist dabei)
Facebook-Seite von Refugees.at

Caritas Wien – Flüchtlingshilfe
Facebook Seite der Caritas (hier wird laufend über den aktuellen Bedarf gepostet)

Train of Hope / Facebook
auch hier laufende Berichte vom Wiener West- und Hauptbahnhof

Hilfe am Bahnhof – ein Service der Stadt Wien, mit Infos der Einsatzleitungen von Polizei, ÖBB, Rettung, Caritas

Refugees Welcome to Austria / Facebook
Ein in Gründung befindlicher Hilfsverein, der ebenfalls an den Bahnhöfen vor Ort ist

Ich hoffe, daß sich die Dinge auch weiterhin gut entwickeln….vor allem, wenn es dann um die Integration der ankommenden Menschen geht. Aber Schritt für Schritte, Tag für Tag..

Wien rundumadum (für meine deutschen Leser: Einmal um Wien herum :-))

Heute bin ich auf eine interessante neue Laufveranstaltung gestossen: „Wien rundumadum„!

Worum geht es dabei? Wie der Name schon sagt – man geht bzw läuft einmal um Wien herum. Es gibt 2 Strecken über 60 km und 120 km.
Wahnsinn! Nicht umsonst wirbt der Veranstalter „Erleb den vielleicht längsten und intensivsten Tag Deines Lebens“! Das klingt ja ermutigend….

Für die 120 km stehen 30 Stunden zur Verfügung, für die 60 km 15 Stunden. Hmm…das wären 4 Kilometer in der Stunde. Das ist jetzt nicht so schlimm, aber ich bin noch nie 60km am Stück gegangen, geschweige denn gelaufen….(die 120 km ziehe ich gar nicht in Betracht).

Na gut, dieses Jahr wird es nichts, das ist mir einfach noch zu viel. Aber wenn ich es durchhalte, konsequent 3 mal pro Woche mein Lauftraining zu absolvieren, wer weiss, vielleicht nächstes Jahr…

 

 

Happy in Vienna

Kürzlich habe ich mich sehr über einen Beitrag von „Deichläufer Volker“ sehr amüsiert – ein Video, in dem Oldenburg zum Hit „Happy“ von Pharrell Williams abtanzt 🙂

Natürlich darf Wien nicht nachstehen, wie hier zu sehen ist. Der Clip wurde übrigens in der berühmt-berüchtigten Mariahilferstrasse aufgenommen, einer populären Einkaufszone, in der es vor wenigen Tagen eine Abstimmung „Fußgängerzone ja oder nein“ gegeben hat.

Lacken-Lauf

Herrlich, heute Nacht hat es geregnet, dennoch nicht zu kalt – ideales Wetter für einen Lacken-Lauf am Marchfeldkanal!
(als Service für meine deutschen Mitleser :-): Eine Lacke ist der österr. Ausdruck für „Pfütze“ – siehe auch hier)

Die Feldwege waren nass und aufgeweicht, aber nicht unangenehm zu laufen. Und Gelegenheit, meine Nike Goretex wieder mal aus dem Schrank zu holen.

IMG_0810

Man beachte bitte auch die stilsicheren weissen Socken 🙂

Weiterlesen „Lacken-Lauf“

Marktbericht

Leider…wer einen Kommentar zum aktuellen Börsegeschehen erwartet, den muss ichleider enttäuschen 🙂

IMG_0705

 

Es  geht vielmehr um den Wiener Brunnenmarkt, einem „Hotspot“ der Wiener Frühstücks- und Einkaufskultur, den ich jedem Besucher unserer schönen Stadt nur ans Herz legen kann.

Ich weiß, eigentlich sollte ich die etwas tieferen Temperaturen ja zum Laufen nutzen….wir waren aber heute mit Freunden sehr lecker im „Ando“ frühstücken, und haben uns danach wieder in das Multi-Kulti Gewusel des Marktes geworfen.  Nicht umsonst wird das Gebiet um den Brunnenmarkt auch „Klein-Istanbul“ genannt. Für mich ein schönes Beispiel, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen funktionieren kann.

Es gibt viele Lokale unterschiedlicher Art. Einfach sitzen, einen Kaffee trinken und dem Gewühl zusehen. Den Strassenmusikanten zuhören, die von Lokal zu Lokal ziehen, und sogar recht gut spielen. Und -als Besonderheit – einen Besuch im Caritas Shop am Markt, wo ich das untenstehende T-Shirt erstanden habe. Und der Aufdruck passt als Motto nirgendwo besser!l

 

 

Hitzefrei….

….habe ich mir heute selbst gegeben!

Normalerweise bemüh ich mich, bei jedem Wetter zu laufen. Nachdem aber schon die heutige Nacht ziemlich unruhig war (bin oft aufgewacht und habe extrem geschwitzt) und es schon am Vormittag in Wien über 30 Grad hatte (aktuell um 19:30 noch 35 Grad), habe ich das Laufen am Marchfeldkanal heute ausfallen lassen. Ich glaube, es hätte mir mehr geschadet als genutzt.

Morgen, Montag, soll es im Osten Österreichs noch bis zu 40 Grad bekommen, bevor dann in der Nacht schwere Unwetter aufziehen sollen – hoffen wir das Beste, daß der Sturm keine Schäden anrichten wird. ich hoffe, daß es am Dienstag etwas kühler werden wird und ich wieder ein bisschen in der Hauptallee traben kann….

Ein heisser Lauf…und eine alte Erkenntnis

Nach den „Bergläufen“ der letzten Woche bin es heute wieder „flach“ angegangen, mit einem Lauf in der Hauptallee.

Heiß war es (gute 30 Grad), aber in der Allee ist es ja schattig. Nach einem zähen Beginn war es ein schöner Lauf über 9km. Ohne Gehpausen ging es aber nicht. In Summe inkl Gehpausen ein Schnitt von 9:00/km.

In der Allee bin ich an einem obdachlosen Pärchen vorbeigelaufen, wie es sie rund um den Prater leider häufiger gibt. Sie waren eng aneinandergekuschelt und machten einen durchaus glücklichen Eindruck. Vieles lässt sich ertragen, mit dem richtigen Menschen an seiner Seite….

Wien, Wien, nur Du allein….

(c) by Rudolf Sieczyński

Beim gestrigen Lauf auf und vom Bisamberg gab es einen schönen Blick auf Wien. Dabei sind mir einige Gedanken zu meiner Heimatstadt gekommen.

Man kann sicher einiges an Wien kritisieren. Vielleicht gibt es nur wenige Städte, in denen großartige Visionen gleich neben überbordendem Bürokratismus leben. Wo politischer Filz gleich neben großem persönlichen Engagement blüht. Aber eines kann man Wien nicht abstreiten – schön ist es 🙂

Donauinsel, Hauptallee, der Grüngürtel um die Stadt – Wien muß sich, was Grünflächen betrifft, vor keiner anderen Stadt verstecken. Und dass ein echter Wiener nicht untergeht, ist ohnehin bekannt 🙂

Kurzum: Es ist schön, hier zu leben!

Biber mit scharf! oder wie Multikulti auch funktionieren kann

And now to something compeletely different, wie es bei Monty Python so schön heisst…eine Magazinempfehlung, vor allem für meine Wiener Leser.

Vor kurzem wurde mir auf der Strasse ein kostenloses Magazin in die Hand gedrückt. Eigentlich wollte ich es schon ungelesen entsorgen, habe es mir aber dann doch als Reiselektüre für unterwegs behalten. Zum Glück!

Erst mal der Name: „Biber mit scharf – Magazin für neue Österreicher“. Was soll denn das heissen? Dem Editorial entnehme ich, daß „biber“ im Serbokroatischen für scharf und im Türkischen für Pfeffer steht. Aha. Gemäß Selbstbeschreibung wird aus den migrantischen Communities in Wien berichtet. So weit, so gut.

Das Magazin entpuppt sich als Sammlung von kurzen, lesenswerten Reportagen, die alle etwas mit „Migrationshintergrund“ zu tun haben. Der Stil ist humorvoll, mit Augenzwinkern,  ohne jede Hetze in die eine oder andere Richtung.

Man lacht schallend, wenn Ivana über den schwungvollen Handel mit jugoslawischen Hochzeits-DVDs berichtet. Man wird nachdenklich, wenn man das Interview mit Bernd liest, aus dem Muhamed wurde.

Man schmunzelt, wenn man liest, wie man richtig ethno wohnt. Interessant die Unterschiede in der Wohnungseinrichtung der einzelnen Nationalitäten.

Etwas skurill und nicht jedermanns Sache der „Wohnen im Jenseits„, in dem die Vorstellungen unterschiedlicher Religionen verglichen werden.

In Summe ein durchaus angenehmes Leseerlebnis, mit interessanten Einblicken in eine Welt, in die ich bisher nicht wirklich eindringen konnte. Wer sich für „Multikulti“ interessiert, sollte mal hineinschauen. Die Magazine erscheinen 10mal im Jahr, und werden vor den grossen Wiener Bahnhöfen verteilt.