Noch ein Lebenszeichen :-)

Ich sehe gerade, daß mein letzter Eintrag auch schon wieder mehr als 1 Monat her ist……

An meiner persönlichen Situation hat sich noch nichts geändert, aber immerhin konnten wir 2 schöne Wochen Urlaub machen. Solcherart gestärkt, nehme ich mir fest vor, wieder etwas mehr zu bloggen!

Was ist im letzten Monat aus läuferischer Sicht so passiert? Ich bin unregelmäßig gelaufen, konnte aber immerhin an drei Läufen teilnehmen:

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Nightrun 2013 – eine Nachlese

Vor einer Woche war er wieder…..der Vienna Nightrun 2013.  Höchste Zeit für eine Nachlese (so sie jemand lesen mag ;-))

Die Vorzeichen waren gemischt: Extrem lange Wartezeiten bei der Startnummernabholung, die allerorts für Ärger sorgten – die Facebook Seite des Nightruns quoll über vor Unmutsäußerungen. Irgendwo verständlich, wenn aus meiner Sicht auch teilweise etwas übertrieben. Ich hatte aber das Glück, in der „Schlange“ eigentlich nur nette Menschen zu treffen – das machte das gemeinsame Warten erträglicher.

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Läufer sind halt doch die besseren Menschen!

Heute war die Startnummernabholung für den morgigen Vienna Nightrun im Wiener Rathaus. Nach „nur“ 2 Stunden Anstehen hatte ich alles beisammen – Startnummer, Goodybag und Laufshirt.  Ich habe noch nie so viele Leute im Innenhof des Rathauses gesehen, die Schlange ging bis auf die Strasse – und wer das Wiener Rathaus kennt, weiß, was das bedeutet….

Zu erwähnen ist, daß die Abholung letztes Jahr nur ca 15 Minuten dauerte….allerdings war damals der Lauf auch am Wochenende, und nicht unter der Woche.

Aber die Wartezeit hatte auch ihr Gutes – ich habe 3 wertvolle Erkenntnisse gewonnen:

1) Man lernt in einer Schlange sehr nette Leute kennen. Hoher Flirtfaktor (nicht für mich, bin ja vergeben!!)

2) Das Ganze lief zu meiner Überraschung sehr diszipliniert ab – wir Läufer sind halt doch, wenn es drauf ankommt, ein umgängliches und friedliches Völkchen 😉

3) meine bessere Hälfte liebt mich wirklich – sie hat die ganze Zeit neben mir im Kalten ausgeharrt, obwohl sie selber gar nicht mitläuft

Ja, und so hat eben alles auch sein Gutes….

Abenteuerland

Und wieder muss ich unseren deutschen Nachbarn musikmäßig Respekt zollen: Beim donnerstäglichen Lauf in der Hauptallee hat mir mein Ipod – zufallsgesteuert – nach seeeehr langer Zeit wieder mal die Nummer „Abenteuerland“ von Pur beschert. Eine tolle Nummer, sowohl vom Text als auch von der Musik!

Der Lauf selbst war diesmal kürzer – nur 5 km. Aber dafür schneller. Statt der üblichen 8:30/km kam ich auf einen 7:30 Schnitt, für mich als „Schneckenläufer“ schon ganz ordentlich. War aber gar nicht geplant….irgendwie hat es sich nach den ersten Schritten ergeben!

Vielleicht war es aber auch die „Wiener Wiesn„, die zeitlich im Prater stattfand und die man in der Allee hören konnte – eine Art Gegenveranstaltung zum Münchner Oktoberfest und angeblich das grösste Volksfest Österreich. Naja, und solche Feste sorgen bei mir immer für den Drang, wegzulaufen…vielleicht war das der Grund für die schnelleren Schritte 🙂
Bis auf ein paar torkelnde Heimkehrer war aber in der Allee selbst, bis auf die ersten 500 Meter, nicht allzuviel davon zu merken.

In Summe ein schöner Lauf und eine gute Vorbereitung auf den Vienna Nightrun.

 

Vienna Nightrun 2012

Gestern Abend war es wieder soweit: Der 6. Vienna Nightrun stand wieder am Programm, und ich konnte wieder dabei sein (die Rückkehr aus dem Türkei Urlaub ist sich gerade noch ausgegangen ;-)).

Ja, was soll ich sagen: Es war wieder ein toller Lauf durch die Nacht, mit rund 16.000 Teilnehmern, einmal um die Ringstraße über 5km. Der Lauf startete dieses Jahr wieder am Rathausplatz (letztes Jahr ging es Heldenplatz los, wo es leider ziemlich eng war….) Und, wie könnte es ander sein, auch dieses Jahr gab es – Regen! Für das Laufen ideal, und meine Maus, die wieder an meiner Seite war, hat es wieder tapfer ertragen 🙂

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Vienna Nightrun – eine Nachlese

So, jetzt habe ich ein bisschen Zeit, um über meinen ersten „Massenlauf“ zu schreiben..den Vienna Nightrun mit über 16.000 Teilnehmern.

Ui, wo soll ich da anfangen? Vielleicht bei der Anreise. Der Lauf fand auf der Ringstrasse statt (= Innenstadt von Wien), am günstigsten daher mit der U-Bahn zu erreichen. Beeindruckend, wie viele Läufer in eine U-Bahn passen ;-); die meisten erkennbar daran, daß sie die Tasche des Hauptsponsors dabei hatten.

Start war beim Rathausplatz…eine wirklich beeindruckende Kulisse, soooo viele Leute! Begleitet wurde das Ganze von einem Showprogramm inklusive gemeinsamen Aufwärmen – der Platz bebte. Der Start selbst erfolgte in mehreren Gruppen – man konnte bei der Anmeldung seine vorauss. Laufzeit angeben, in eine entsprechende Gruppe wurde man dann eingeteilt.

Nun gut, als meine Gruppe aufgerufen wird, gehe ich ganz gelassen zum Start, es geht ja um nichts. Die Läufer um mich herum beeindrucken mich nicht, geduldig lasse ich den Countdown über mich ergehen, bevor ich ganz locker ins Laufen komme.

Ok, ich gebs zu…das war schamlos gelogen!

In Wirklichkeit ist das Gefühl, in einem Starterfeld dieser Größe zu stehen, unbeschreiblich. Ja, es geht um nichts…trotzdem spüre ich, wie Adrenalin in meinen Körper gepumpt wird, ob ich will oder nicht. Ich spüre, daß auch die anderen Läufer irgendwie aufgeregt sind…manche tänzeln, springen, bewegen sich zur lauten Musik am Start, lachen…ich wechsle ein paar Worte mit einem schon älteren Läufer neben mir, der sich beschwert, dass so viele Nordic Walker in unserer Startgruppe sind. Die Aufregung steigt und steigt, man kann sich der Faszination nicht entziehen.

Und dann: Der Countdown und das Startsignal, medienwirksam durch unseren Bundespräsidenten. Dazu muß man wissen, dass der Vienna Nightrun ein karitativer Lauf ist, ein Teil des Startgeldes geht an die Aktion Licht für die Welt (Behandlung von Sehbehinderungen, vor allem in Entwicklungsländern).
Ich komme nur langsam in den Laufschritt…vor und hinter mir sind Nordic Walker, ja, vielleicht hatte mein Laufnachbar schon ein bisschen recht. Nachdem mir jemand von hinten unabsichtlich mit dem Stock die Ferse rasiert hat, versuche ich, nach vor zu kommen – gar kein leichtes Unterfangen!

Aber endlich habe ich freie Bahn….und es geht los, durch die Nacht (zwischenzeitlich ist es 21 Uhr) und den Nieselregen…eine einzigartige Atmosphäre. Wir laufen direkt auf der Ringstraße, die für diesen Abend für Autos gesperrt ist. Ich lerne, daß man bei Läufen dieser Größenordnung offenbar vor allem beim Start auf seine Füße achten sollte…ich stolpere mehrmals fast über weggeworfene Regenhäute. Egal, Erfahrung macht klug…

An der Strecke ein paar Zuschauer und Touristen, die sich wundern, was da los ist…ein japanisches Pärchen versucht verzweifelt, die Straße zu überqueren, wird aber von Ordnern zurückgehalten. Ich beobachte meine Mitläufer – jung und alt, bunt gemischt, manche gehen auch nur, aber alle wollen durchkommen…

Bei den Kilometerpunkten schallt Musik aus Lautsprechern, die Ordner feuern uns an…der Großteil der Strecke ist aber relativ ruhig, was mir aber ganz angenehm ist. Ich geniesse den Lauf!

Am letzten Kilometer (der Lauf geht über 5km) sind aber wieder Zuschauer am Rand aufgefädelt…es wird geklatscht, die eine oder andere Band steht am Strassenrand und schenkt uns Live-Musik. Das Ziel ist schon nahe, mir gehts ganz gut….ich puste zwar ganz schön, liege aber noch nicht am Boden ;-). Und dann – das Ziel – mit einem Endspurt rausche ich durch…..geschafft!

Ich laufe noch ein paar Schritte weiter zu meiner Maus, die mich dankenswerterweise begleitet und im Regen mit unserem Gepäck ausgeharrt hat….was man nicht alles aus Liebe tut! Ich weiß das auch sehr zu schätzen und habe mir schon beim Laufen überlegt, wie ich das wieder gutmachen kann…

Am Ende bleibt das Gefühl, bei einer schönen und gelungenen Veranstaltung dabei gewesen zu sein. Zeit ist nebensächlich, aber ich habe es geschafft, wieder unter 7 Minuten pro Km geblieben zu sein. Für viele lächerlich, für mich ein Erfolg!