Wort des Tages: It takes two…

…to tango! (englisches Sprichwort)

Ich habe das Zitat in den Zusammenhang gelesen, daß es nicht ausreicht, nur etwas zu lesen, sondern man muss auch selbst was tun. In diesem Sinne braucht es zwei, das Buch, das einem sagt, was man tun kann, und man selbst, der das umsetzen muss…

Das wird mir manchmal schmerzlich bewusst. Die Umsetzung im Alltag fällt mir oft schwer. Das war auch Thema in der Reha. Das Planen usw ist alles wunderbar, aber das ins Tun kommen…..aber ich arbeite daran.

Schliesslich will ich nicht, daß es mir wie in dem Zitat von Garfield geht:
„Wenn man genug Zeit mit dem Planen verbringt, muß man nie etwas tun!“

Die Angst…

…ist wieder da.

Jetzt hat sie sich für einige Zeit zurückgezogen, und ich bin ganz gut ohne sie ausgekommen. Seit wenigen Tagen ist sie wieder da, die Angst…vor allem in der Früh. Das altbekannte enge Gefühl in der Brust und im Kehlkopf, und das Bauchweh….als wäre es nie weggewesen. Auch meiner Frau fällt die Veränderung auf.

Ich versuche mich an das zu erinnern, was wir in der Reha gelernt haben. Einen konkreten Anlass kann ich nicht ausmachen. Ich lese mir die Reha-Unterlagen nochmals durch, damit die Dinge wieder besser in mein Gedächtnis finden.

Ich hoffe, daß der Rückfall nur von kurzer Dauer sein wird. Meine Medikamente nehmen ich ja unverändert weiter.

Das Treffen der 6 Aufrechten

Die Reha ist nun schon wieder 3 Wochen her. Aber: unsere Gruppe hat es geschafft, sich am Wochenende wie vereinbart zu treffen. Ok, von den 12 sind schlußendlich 6 gekommen, aber immerhin….

Es war schön, sich wieder zu sehen. Auch wenn, ja…man anfangs nicht so richtig wusste, worüber man reden sollte. Die Frage „Wie gehts Dir? bietet sich natürlich an und wurde sehr oft gestellt. Die Gespräche sind dann aber sehr schön in Fluss gekommen.

Das Treffen dauerte ein Essen lang…also ca 2 Stunden. Ich fand es gerade richtig. Sehr interessant war, daß es allen in der 1. Woche nach der Reha gut gegangen ist, so wie mir…man hatte doch einige Termine, und die Woche ging schnell vorbei. In der 2. Woche gab es dann ein Loch….und in der 3. Woche ging es wieder etwas besser, sicher auch bedingt durch das gute Wetter. Naja.

Auf jeden Fall haben wir gleich wieder im Lokal für Anfang Juni reserviert….es wäre toll, wenn wir es monatlich durchhalten könnten!

 

Letzter Reha Tag und warum man auch mal weinen darf

Freitag. Letzter Tag der Reha.

Schon in den letzten Tagen hat sich ein bisschen Wehmut über unsere Gruppe gelegt. Das Wissen, das man nur noch wenige Tage zusammen sein wird. Die Verabschiedung von jedem Vortragenden („es ist ja heute schon die letzte Stunde“)….Wie schnell 6 Wochen vergangen sind….

Irgendwie bin ich traurig. Auf der anderen Seite aber auch neugierig, was kommen wird. Unsere Bezugstherapeutin hat es auf den Punkt gebracht: Man darf zu solchen Anlässen auch mal der Traurigkeit Platz lassen. Wenn die Zeit nicht schön gewesen wäre, würde es uns auch nicht leid tun, daß sie zu Ende ist. Und es darf auch sein, daß ein paar Tränen fliessen. Sie selbst hatte auch feuchte Augen….

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Wort zum Tag: Wenn Du Deine Sorgen satt hast…

…gib sie mir, ich mach sie platt! (Aufschrift auf einem Abfalleimer in unserem Rehazentrum).

Diese weisen Worte bzw Aufforderung ist mir erst gestern aufgefallen…der betreffende Abfalleimer steht auch etwas abseits. Schade eigentlich!

 

Wort zum Tag: Wenn das Leben Dir Kot gibt….

….dann schnitz ich noch eine Geige daraus und spiel drauf Mozart!

(Dieses von mir aus Gründen des Anstandes leicht abgewandelte Zitat stammt Sau der TV Serie „Stromberg“ mit Christoph Maria Herbst. Das Originalzitat kann leicht via Google gefunden werden, aus Gründen des Jugendschutzes habe ich es leicht entschärft.)

Ich habe mir vor kurzem (Netflix sei Dank) seit langem wieder mal ein paar Folgen der TV Serie Stromberg angesehen. Manches war dabei, wo ich herzhaft lachen konnte. Manchmal blieb aber das Lachen im Halse stecken, weil hier für mich Fiktion und Realität verschwamm. Ich denke, es ist nicht alles erfunden, was man in der Serie sieht. Überzeichnet ja, aber vom Grunde her habe ich manches selbst erlebt.

Wie dem auch sei: Das heutige Wort zum Tag hat mich jedenfalls zum Lachen gebracht. Und das ist schon viel wert. Danke dafür!

 

Wort zum Tag: Ich bin nicht auf der Welt….

….damit es mir schlecht geht! (Harald aus meiner Selbsthilfegruppe)

Wie einfach dieser Satz klingt. Und wie schwer es mir fällt, ihn mir immer wieder bewusst zu machen. Harald hat diesen Satz in einer Zeit „geboren“, in der es für ihn ganz und gar nicht rund gelaufen ist. Er hat sich mit diesem Satz, wie er sagt, in das Leben zurück katapultiert.

Ich beneide ihn.

 

Wort des Tages: Lass das alles hinter Dir,…

….fang nochmal von vorne an! (aus dem Lied von Il Diva, „Lass es Liebe sein“)

Die Wochen in der Reha haben mich darin bestärkt, mir innerhalb meines arbeitgebenden Unternehmens eine  neue Stelle zu suchen. Das wird schwierig und hart, aber ich muß es versuchen. Zurück kann und will ich nicht mehr.

Zu groß ist die Gefahr, wieder in alte Muster zu kommen.