Mit einem Tropfen Honig….

…fängt man mehr Fliegen als mir einem Faß Essig.

Mit diesem Spruch wurde heute die Sonntagspredigt eingeläutet. Gemeint war, daß ein Wort der Anerkennung mehr bewirkt als viele Sätze Kritik.

An sich eine altbekannte Weisheit, aber es war interessant, sie heute in neuem Licht zu hören.

Eierwürfe zu Halloween

Es kommt nicht oft vor, dass in der Predigt zur Sonntagsmesse das Wort „Dummkopf“ fällt.

Zu Halloween wurde unsere Kirche mit Eiern beworfen, deren Spuren auch heute noch auf den grossen Glasfenstern zu sehen war. Unser Pfarrer nahm es insofern mit Humor, als er bei der Bitte um den  Schlußsegen ausdrücklich „auch die Dummköpfe, denen wir die Eierspuren zu verdanken haben“ miteinbezogen hat. „Auch auf Ihnen möge Gottes Segen ruhen.“

Ein bisschen hat er mich heute an Don Camillo erinnert 🙂

Wie sagt man? Danke!

Danke, für diesen schönen Morgen,
Danke, für diesen schönen Tag….

Zum Thema „Einfach mal Danke sagen“ gab es letzte Woche in unserer Kirche einen interessanten Beitrag. In der Predigt erzählte unser Pfarrer die Geschichte, als Jesus 10 Aussätzige geheilt hat. Aber nur einer kam zu ihm und bedankte sich.

Warum ich das erzähle?

Weil ich mich manchmal dabei ertappe, zu denken „Na, der hätte sich jetzt aber auch bedanken können“, wenn ich jemandem etwas vermeintlich Gutes getan habe. Wenn Jesus es auf eine „Dankbarkeitsquote“ von 10% gebracht hat – wer bin ich, das ich mehr erwarten kann?

Ein kleines Steinchen im Mosaik der Gelassenheit…sich über solche Dinge weniger aufzuregen, und sich umso mehr zu freuen, wenn jemand doch mal Danke sagt 🙂
Und: den eigenen Selbstwert nicht zu sehr vom Wohlwollen der Anderen abhängig machen.

 

Konflikte auch manchmal auszutragen…

…das war einer der Punkte der Predigt in der heutigen Messe.

„Aufhänger“ war die Geschichte eines kleinen Streites zwischen Jesus und seinen Eltern. Aus Angst, daß etwas Schlimmes passiert, werden Konflikte in der Beziehung oder im Beruf oft unter den Teppich gekehrt. Eigentlich etwas untypisch, hat unser Pfarrer aufgefordert, Konflikte und auch Streit manchmal zuzulassen – aber immer auch gleichzeitig eine Tür für die Versöhnung offen zu lassen.

Betrifft mich insofern, da ich in meinem Umfeld eher als konfliktscheu und harmoniesüchtig gelte. Hmmm….mal drüber nachdenken.