Neu in der Blogroll: Astrodicticum simplex von Florian Freistetter

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Da ich mich momentan ein bisschen in die Kosmologie eingrabe, an dieser Stelle eine Empfehlung:

Es gibt viele Blogs, die sich mit Astronomie beschäftigen. Ein ganz besonderes ist meiner Meinung nach das von Florian Freistetter herausgegebene „Astrodicticum simplex“ (der Titel ist eine Herausforderung für jedes Lektorat :-)) auf Scienceblogs.de.

Mit täglichen Beiträgen versucht Florian, seine Leser von der Astronomie zu begeistern. Was ihm mit seinem lockeren, amüsanten Schreibstil auch gut gelingt. Florian überrascht seine Leser auch immer wieder mit speziellen Aktionen wie zB das gleichermaßen interessante wie unterhaltsame astronomische Adventkalenderrätsel. Ach ja, und zu gewinnen gibt es ab und zu auch etwas! 🙂

Ein besonderes Anliegen ist es ihm,  Menschen die Angst vor Weltuntergangsszenarien zu nehmen (Stichwort 2012 – Maya Kalender) – siehe hier seine „2012-FAQ“.

Das Blog zählt meines Wissens nach zu den meistgelesenen Wissenschaftsblogs im deutschen Sprachraum. Zu den einzelnen Beiträgen gibt es durchschnittlich 20-50 Kommentare, teilweise auch weit darüber. Florian selbst ist übrigens promovierter Astronom und derzeit als selbstständiger Wissenschaftsautor tätig. Der Mann weiß also, worüber er schreibt. In letzter Zeit ist er auch gefragter Interviewpartner zum Jahr 2012 – siehe auch diesen Artikel im „Standard“ vom Dezember 2011.

Ach ja: Wie kommt es zu dem Namen des Blogs? Ein Astrodicticum simplex ist ein astronomisches Gerät aus dem späten 17. Jahrhundert, eine Art Sternweiser. Nähere Informationen dazu gibt Florian unter diesem Link.

Für mich ist das Blog lehrreiche und liebgewonnene Lektüre, in Kombination mit einem gewissen Unterhaltungswert. Und wer gerne diskutiert, wird unter den Lesern des Blogs sicher Gleichgesinnte finden :-). Ein Dauerbrenner sind Diskussionen, in denen es um das Verhältnis zwischen Glauben und Wissenschaft geht – hier prallen die Meinungen ganz schön aneinander, und man darf nicht alles persönlich nehmen.

Auf der Plattform Scienceblogs.de laden übrigens noch viele andere lesenswerte Blogs zum Stöbern ein.

Was war vor dem Urknall?

Mal ein ganz anderes Thema…
Ich habe in den letzten Wochen irgendwie eine verstärkte Zuneigung zur Wissenschaft in mir entdeckt. Für Geschichte habe ich mich schon immer interessiert, aber seit kurzer Zeit verschlinge ich regelrecht alles, was mir zum Thema Kosmologie unterkommt. Die Frage, wie alles entstanden ist und wie sich unser Universum weiter entwickeln wird, übt eine große Faszination auf mich aus. Einen gewissen Hang zum „Weltraum“ hatte ich schon immer…Star Trek sei Dank :-). Aber irgendwie möchte ich jetzt tiefer in das Thema eindringen. Zumal ich entdeckt habe, daß Kosmologie auch durchaus etwas mit Philosophie und ja, auch Religion zu tun hat. Denn irgendwo gibt es immer eine Grenze, hinter die die Wissenschaft zumindest derzeit nicht schauen kann, hinter der aber etwas sein muß. Ein wahnsinnig spannendes Feld!

Zurück zum Titel dieses Beitrages: eine faszinierende Frage, auf die ich durch einen gleichnamigen Artikel im österreichischen Magazin “Profil” gestossen bin (hier der entsprechende Link)

Eine Frage auch, die man nicht einfach so in einem kurzem Blog Artikel besprechen kann. Ich finde es nur faszinierend, daß die Wissenschaft für die Zeit nach dem Urknall durchaus plausible Antworten liefern kann, und zwar ab der ersten Sekunde (siehe auch den entsprechenden Wikipedia Artikel)

Die spannendere Frage ist aber: Was war eine Sekunde, eine Stunde, ein Jahr etc VOR dem Urknall? Nun könnte man keck sagen: Gar nichts, denn auch die Zeit soll laut gängiger Lehre erst mit dem Urknall entstanden sein – daher gibt es kein vorher.

Was sagt Google dazu? Googelt man die Frage “Was war vor dem Urknall“, erhält man ungefähr 921.000 Ergebnisse. Begriffe wie StringtheorieMultiversumtheorie,Inflationstheorie und viele mehr prasseln auf einen ein.

Wie es wirklich ist – werden wir es je erfahren? Vielleicht ist die eigentliche Antwort darauf gar nicht so wichtig. Vielleicht ist es wichtiger, daß wir uns auf die Suche nach der Antwort begeben, und uns auf dieser Suche viele andere Kenntnisse aneignen. Vielleicht ist auch hier der Weg wichtiger als das Ziel. Wer weiß?

PS: Ich merke gerade, daß ich in diesem Beitrag das Wort „faszinierend“ sehr oft gebraucht habe. Mr Spock lässt grüßen! (noch habe ich aber keine spitzen Ohren).