Gegenstände mit Geschichte, Teil 2: Das erste Date! (oder auch nicht…)

Es muss im Winter 1986/1987  gewesen sein, ich war gerade 16. Es trug sich zu, dass ich alleine Eislaufen war. Nichts ahnend drehte ich meine Runden, mit den Gedanken irgendwo.

Ich raste kurz an der Bande, als ich plötzlich eine Stimme von links höre: „Na endlich, haben wir Dich eingeholt!“. Ich blicke überrascht, um nicht zu sagen erschrocken, nach links, und blicke in die Gesichter von 2 jungen Damen in ca meinem damaligen Alter. Schon streckt mir die eine ihre Hand entgegen: “ Hallo, ich bin die Susanne, und das ist die Alexandra. Ok, ich lass Euch dann mal alleine!“

Ok, ich will es kurz machen: Ich habe meinen Fluchtreflex unterdrückt. Wir haben ein bisschen geplaudert, und Gentleman, der ich war, habe ich sie von meinem Taschengeld auf ein Packerl Mannerschnitten eingeladen. Sie war an sich ganz nett, aber ich damals mit der Situation überfordert und völlig unerfahren. Ich musste sie dann noch zur U-Bahn begleiten, wo sie mir dann ihre Telefonnummer auf einem Maronisackerl geschrieben hat – siehe Beilage. Und wie man unter der Telefonnummer sieht (die ich sicherheitshalber eingeschwärzt habe), haben mir schon damals die Frauen gesagt, was ich zu tun habe 🙂

 

 eislaufen

Heute ist es eine amüsante Geschichte, an die ich gerne zurückdenke. Was Sie wohl heute macht?

Gegenstände mit Geschichte, Teil 1: Erinnerung an eine traurige Heimkehr

Dank Kittynn und ihrer Serie „30 Tassen“ bzw der kleinen Geschichten, die sie dazu erzählte, bin ich ins Nachdenken gekommen.

An manchen Dingen, mit denen ich mich umgebe, hängen besondere Erinnerungen….und ganz egal, ob es lustige,traurige, skurille, eklige, wehmütige, dankbare oder ganz andere sind: ich möchte sie nicht vergessen. Die dahinterstehenden Erlebnisse haben auf die eine oder andere Art mein Leben geprägt.Und wer weiss, eines Tages, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, mich an alles zu erinnern – vielleicht gibt´s das Blog ja dann noch!

laserschwert

Der erste Gegenstand ist für den „Nicht-Science-Fiction-Fan“ wahrscheinlich nur schwer zu erkennen: es handelt sich um ein Kunststoff-Jedischwert aus StarWars. Die Geschichte dazu ist leider eine traurige:
Maus und ich waren im September 1999 gemeinsam auf Urlaub in Portugal. Während des Urlaubes erhielt ich die traurige Nachricht, dass mein Vater gestorben ist. Diese Sekunden am Telefon, als es mir meine Mutter gesagt hat, werde ich nie vergessen..Überraschung, Ungläubigkeit, Ohnmacht..selten habe ich so vieles gleichzeitig gespürt. Am Tag der Heimreise war ich angespannt, habe versucht, mir nichts anmerken zu lassen…aber Maus hat natürlich gesehen, dass es mir nicht gut geht. Um mich ein bisschen abzulenken, hat sie mir im Duty-free shop am Flughafen Faro das Jedischwert gekauft. Klingt lächerlich, aber irgendwie hat es mir tatsächlich geholfen…

Ganz abgesehen davon war Maus in dieser Zeit sehr viel für mich da, wofür ich ihr auch heute noch sehr dankbar bin.

Jetzt ist es schon 10 Jahre her, aber jedesmal, wenn mein Blick auf das grüne Stück Kunststoff fällt, muss ich an diese Zeit denken….an meinen Vater, an Maus und an unseren Urlaub. Aber nicht mehr in Traurigkeit, sondern in Dankbarkeit.

So, aber nun genug der Melancholie….der nächste Gegenstand wird etwas Lustigeres!