Und wieder ein Jahr älter…

…dabei kommt es mir vor wie gestern, als ich meinen 40er gefeiert habe. Kaum dreht man sich um, ist man heute  schon wieder 41. Kinder, wie die Zeit vergeht….

Finanzkrise hin, beruflicher Stress her: In Summe war es ein gutes Jahr, für das ich dankbar bin. Schöne Tage mit meiner  Maus, nach wie vor Spaß am Laufen, beim Bloggen nette Leute kennengelernt, in der Türkei einen wunderschönen Urlaub verbracht und im großen und ganzen gesund. Mehr netten Menschen begegnet, als „Ungustln“ (= österreichisch für Menschen, die einem Böses wollen) getroffen. Kontakt zur Kirche verstärkt.

Natürlich gibt es auch weniger schöne Dinge, die passiert sind – aber die möchte ich hinter mir lassen. Mal schauen, was das nächste Jahr bringt!

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Halbzeit!

Tja, in Kürze ist es soweit: in einer Woche wird in meiner Altersangabe die erste Stelle kein 3er mehr sein…

Also, eigentlich wollte ich diesem Ereignis keine grössere Aufmerksamkeit schenken. Aber man wird im Kollegen- und Bekanntenkreis doch öfter darauf angesprochen…da kommt man schon mal ins Nachdenken.

Bisher lebte man in der Überzeugung, noch jede Menge Zeit zu haben. Glaubt man der Statistik, dann schaffe ich – mit Glück und Gottes Hilfe  – vielleicht nochmal 40 Jahre. Mit anderen Worten: Langsam liegen mehr Jahre hinter mir, als vor mir…“Halbzeit“ sozusagen. Zeit für eine Midlife Crisis oder zumindest für eine Kabinenpredigt.

Wie fällt nun die Kabinenpredigt nach der 1. Halbzeit aus?

Wahrscheinlich wie bei vielen: Nicht immer war alles wunderbar (um es mit Harald Serafin zu sagen). Die eine oder andere Schramme mitgenommen. Die Rüstung ist schon ein bisschen verbeult, das eine oder andere Cut ziert das Angesicht.
Manchmal nach links gegangen, als man hätte nach rechts gehen sollen. Und umgekehrt. Manchmal den Mund aufgemacht, als es besser gewesen wäre, zu schweigen. Manchmal geschwiegen, sei es aus Feigheit oder falscher Rücksichtnahme, als es besser gewesen wäre, mutig aufzustehen und zu sprechen.

Aber das Wichtigste: Ich habe in den letzten 40 Jahren mehr Menschen getroffen, die es gut mit mir gemeint haben, als solchen, die man bei uns in Wien „Ungusteln“ nennt (= böse Menschen). Und dafür kann ich sehr dankbar sein.

Gelernt? Vieles. Zum Beispiel, dass nicht alles, was wie Unglück aussieht, auch eines ist. Und nicht alles ist Glück, was danach aussieht.

Fazit: Ich möchte mit niemandem tauschen. Wie meinte schon Eugen Roth: „Man führ so gern aus seiner Haut – doch wenn man in die Runde schaut – lauter andere arme Häute – in die zu fahren auch nicht freute“.

So, und jetzt freu ich mich erstmal auf die zweite Hälfte! Und dem Vernehmen nach gibt es als Geschenk zum 40ger ein Ipad zur Motivation…:-))