Mountain Lion oder der Berglöwe brüllt

Nach dem Entrümpeln meines MacBooks (in diesem Zusammenhang nochmals Danke an Stefan und sein Blog „denkenswert„) habe ich mich nun an das Update von Lion auf Mountain Lion gewagt.

Wegen diverser leidvoller Erfahrungen aus der Vergangenheit sehe ich solchen Updates immer mit etwas Herzklopfen entgegen. Der Download aus dem AppStore funktionierte erstaunlich schnell, die rund 4 GB waren zügig auf der Platte. Dann hieß es warten:

 

 

 

 

 

 

 

Was mich etwas irritiert hat, war, daß der Minutenzähler schon auf 7 Minuten unten war und dann wieder auf 18 hochgeschnellt ist. Nun ja, Geduld war angesagt. Aber schlussendlich wurde das Update abgeschlossen und der Bildschirm sah so aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bildschirm zeigt auch gleich 2 neue Programme, die aus IOS bekannten Erinnerungen und Notizen.

Als erste Tätigkeit habe ich die Mountain Lion Version von Onyx heruntergeladen und das System nochmal überprüft – es scheint soweit alles ok zu sein. Großer Geschwindigkeitszuwächse, wie sie in einschlägigen Publikationen prophezeit wurden, konnte ich nicht erfahren – aber das System läuft stabil. Alles weitere wird sich zeigen.

Mac entrümpeln

Ich gestehe: im privaten Bereich verwende ich gerne die Geräte mit dem angebissenen Apfel. So auch ein allerdings schon ein paar Jahre altes MacBook Pro, auf dem auch dieser Artikel geschrieben wird.

Jetzt gibt es ja wieder mal ein neues Betriebssystem für den Apfel – Mountain Lion. Ich dachte mir, vor dem Update kann ein bisschen ausmisten nicht schaden….

Im Prinzip wollte ich nur ein paar Programme deinstallieren. Bin dabei aber draufgekommen, daß es unter MacOS so wie bei Windows auch eine Art Autostartverwaltung gibt. Da ich mir das sicher nicht merke und ich das Blog auch als „Notizblock“ verwende, anbei eine Notiz an mich selbst:

Systemeinstellungen –> Benutzer und  Gruppen –> Anmeldeobjekte

Naja, das eine oder andere konnte ich tatsächlich deaktivieren (Dropbox und irgendein komisches E-Reader Programm, das sich offenbar immer automatisch startet, mir aber bisher nie aufgefallen ist).  Subjektiv merke ich nur eine geringe Beschleunigung beim Aufbau des Desktops, aber ich denke, es lohnt sich, ab und an zu kontrollieren, was sich da so alles eingeschlichen hat…

Es ist nicht Aufgabe der Verbraucher, zu wissen, was sie wollen….

….dieses Zitat wird dem leider vor kurzem verstorbenen Steve Jobs  (Apple) zugeschrieben. Und zwar als Antwort auf die Frage, welche Marktforschung ihm zur Entwicklung des Ipad geraten habe.
(siehe zb Artikel Presse am Sonntag 16.10.2011 bzw  FAZ vom 25.8.2011)

Auf den ersten Blick wirkte das Zitat sehr negativ auf mich, weil etwas abgehoben. Wie kann sich jemand anmaßen, zu wissen, was ich will???

Bei längerem Nachdenken muß ich aber zugeben – da ist schon was dran. So etwas wie das Ipad hätte ich nie „gewollt“ – weil ich gar nicht gewußt hätte, daß es so etwas gibt. Natürlich – wirklich brauchen tu ich es nicht. Aber schön ist es schon!

Ich denke, die Wirtschaft greift bei allem, was über unsere Grundbedürfnisse geht, darauf zurück. Viele Innovationen wurden erst dadurch geboren. Würden wir bei dem stehenbleiben, was wir „wirklich brauchen“ – vielleicht würden wir noch in Höhlen leben. Wer weiß.

Andererseits: Künstliche Bedürfnisse, geheime Verführer – haben auch ihre Schattenseiten. Zu glauben, „daß mußich unbedingt haben“, hat schon so manchen ins finanzielle Unglück gestürzt. Wieder andererseits: Ganze Industriezweige leben davon, uns etwas zu verkaufen, was wir nicht unbedingt benötigen. Das Weihnachtsgeschäft würde zusammenbrechen, wenn man nur das Nötigste kauft – und damit die Wirtschaft.

Ach, ich weiß einfach nicht….

In den Fängen des Ipads…

Gestern 16:30, Wien: ich nähere mich dem Eingang eines bekannten Elektrogrosshandels. Meine Mission: Einmal das Ipad in der Hand zu halten. Jagdinstinkt erwacht.

Ich nähere mich dem Apple Corner…erstaunlicherweise ist gar nicht so viel los wie befürchtet. Brav stelle ich mich an. Super, nur noch einer vor mir. Der braucht aber lang. Muss sich der alles anschauen? Ja, klar, jetzt wird auch noch ein Spiel gestartet. Darf ich dem Herrn vielleicht einen Kaffee bringen, damit es ihm an nichts mangelt? Gerade überlege ich, ob Gewalt nicht doch manchmal berechtigt sein kann. Doch da..seine Frau, die eher gelangweilt neben ihm steht, gibt ihm zu verstehen, dass sie weitergehen möchte. Siehst Du, nicht jede ist so tolerant wie meine Maus, die leicht schmunzelnd und geduldig, bepackt mit unseren sonstigen Einkäufen, neben mir steht und mir ein wenig den Rücken vom Nächsten in der Schlange freihält (Hab ich Dir schon gesagt, wie sehr ich Dich liebe???). Und jetzt, endlich…

…nehme ich es in die  Hand…den Heiligen Gral der IT Industrie….und…

Also. Um es kurz zu machen. Kein Blitz ist durch mich gefahren, keine immerwährende Glückseligkeit. Aber ein angenehmes Kribbeln, gepaart mit unbändiger Neugierde, wie immer, wenn es eine neue technische Spielerei am Markt gibt. Es liegt gut in der  Hand, vielleicht etwas schwerer als erwartet. Das Display ist voller „Fingertapscher“, aber ok, kein Wunder, wenn man von zig Menschen in die Hand genommen wird.

Als Halter eines Iphones ist manches schon vertraut, die Bedienung ist sehr ähnlich. Aber alles einmal in „gross“ zu sehen, ja, das hat schon was. Surfen funktioniert sehr komfortabel, die gute Bildschirmanzeige unterstützt das angenehme Lesen. Gedanklich sehe ich mich mit dem Ding schon surfend auf dem Sofa oder im Bett liegen ….
Ibooks ausprobiert. Ok, ich habe zu Ebooks ein eher gespanntes Verhältnis…ich mag es, echte Bücher in der Hand zu halten. Der Geruch des Papieres, das Feeling, möchte ich mir nicht nehmen lassen. Zweifelsohne kann man in Ibooks ebenfalls gut lesen…aber ich sag mal, ich würde es eher für Fachbücher verwenden, und nicht für Literatur.

Tippen. Schnell die integrierte Touchscreentastatur ausprobieren. Auch hier ist die am Iphone gesammelte Erfahrung von Vorteil. Es funktioniert besser als gedacht, längere Texte würde ich dennoch lieber per Tastatur tippen. Aber für kurze mails oder so reicht es.

Spielen. Ich sehe ein Autorennspiel, HD Racing oder so, keine Ahnung. Das Auto wird durch die Neigung des Ipads gesteuert. Macht Spass, für einen echten Test ist aber die Zeit zu kurz. Noch schnell einen „Klaviersimulator“ ausprobiert, witzige Sache.

Mein Fazit:
Ich hatte es gern in der Hand. Als Star Trek  Fan erinnerte es mich sehr an die „Computertafeln“, die in der Next Generation verwendet wurden. Ob es die in den Medien angekündigte Revolution sein wird, bleibt abzuwarten. Ein schön designtes Stück Technik ist es allemal.

Ich werde es mir jedenfalls sicher nicht kaufen.

Nein…

…ich werde es mir zu meinem 40iger schenken lassen! Samt all dem schönen Zubehör wie Tasche, SD Adapter usw….ok, bis November dauert es noch ein wenig, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude 🙂

Mal schauen, ob es für WordPress einen Countdownzähler gibt….;-)

Ipad or no Pad?

Jetzt ist es also auch bei uns verfügbar – das Ipad, der – wenn man den Medien glauben will – Gottseibeiuns der herkömmlichen PCs.

Ich muss gestehen, auch ich kann mich dem Hype nicht gänzlich entziehen. Irgendwie würde ich das Ding schon gerne mal in die Finger bekommen…ich fürchte, ich würde es dann auch kaufen. Noch kann ich widerstehen.

Leider bin ich für Apple Produkte im Allgemeinen sehr empfänglich, und damit ein leichtes Opfer für Mr Jobs. Muss aber sagen, dass ich Apple schon seit längerem benutze, seit einer Zeit, als der Hype noch nicht so gross war. Überhaupt: Apple ist jetzt schon selbst so ein Global Player, dass der Hauch der Rebellion, der Desperados, der Apple-User früher umgeben hat, sich aufgelöst und in den normalen Geruch des Establishments umgewandelt hat.

Aber zurück zum Ipad: Bin hespannt, wie lange ich mich von dem Ding fernhalten kann…

Hat jemand von Euch schon Erfahrungswerte?