Gott und eine Schubkarre

Wir waren vor kurzem auf einer Hochzeit eingeladen. Bei der Hochzeitsmesse erzählte der Pfarrer zum Thema Glauben und Vertrauen eine schöne Geschichte, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Ein Zirkus kommt in eine Stadt. Die Hauptattraktion ist ein Seiltänzer. Der Seiltänzer spaziert über das Seil, die Menge klatscht und tobt. Dann fragt der Seiltänzer: „Glaubt ihr, daß ich das auch mit einer Schubkarre kann?“
Die Menschen rufen „Ja, klar schaffst Du das!“. Darauf der Seiltänzer: “ Ok, wer möchte sich dann in die Schubkarre setzen und sich von mir über das Seil führen lassen?“
Schweigen. Stille.

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2014 und was Mut damit zu tun hat

Na? Den Jahreswechsel und die Knallerei gut überstanden? 😉 Wir hatten einen sehr netten Abend, zuerst mit Bekannten, und dann in trauter Zweisamkeit. Schön war´s!
Und? Wie fühlt es sich an, das Neue Jahr? Es stimmt sicher nicht, aber irgendwie kommt mir die Luft zu Neujahr immer besonders vor. Oder sind es die Reste vom Raketenrauch?

Ein bisschen stolz bin ich, daß ich mich heute zu einem kleinen Lauf aufgerafft habe, obwohl ich seeehr müde war. Es war ein kleiner Lauf von 3km, aber eigentlich ist es ganz gut gegangen, ich hätte es mir wesentlich schlimmer vorgestellt. Während des Laufens ist auch die Sonne ein wenig herausgekommen – siehe unten. in Summe war es ein schöner Lauf mit einer Zeit um die 7:30/km.

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Vorsätze? Habe ich nicht wirklich…aber ein paar Gedanken.

Ich glaube ja eigentlich nicht an Astrologie, aber natürlich liest man ab und zu das Horoskop, zuletzt die Jahreshoroskope. Für Skorpione wie mich scheint 2014 – zumindest aus Sicht der Sterne – etwas problematisch zu werden.  Beim Nachdenken darüber habe ich reflektiert, wie es wäre, gerade deswegen den Stier bei den Hörnern zu packen und als Motto „Habe Mut!“ über das Jahr zu stellen. Nicht nur, was das Laufen betrifft. Dinge zu sagen, Dinge zu tun, die man bisher vielleicht aus dem einen oder anderen Grund nicht getan hat. Den Mund aufzumachen, wenn es vielleicht gerade kein anderer tut. Dinge auszuprobieren. Auch Vertrauen zu haben, dass es klappen wird. Auch den Mut zur Lücke haben, man kann sich nicht um alles kümmern.

In einem Jahr werde ich wieder berichten 🙂

Laufen, leben, lachen…

…sind drei schöne Sachen.
Hocken, saufen, fressen
kannst ab heut´ vergessen!“

Mit diesen wahren und weisen Worten endet die aktuelle Ausgabe des Magazines Laufsport Marathon. In der Rubrik „Schlussläufer“ geht es diesmal um das Thema Comeback bzw Wiedereinstieg ins Laufen nach langer Absenz bzw im Alter.

Auch dieser Artikel ist durchaus lesenswert. Und dem eingangs erwähnten Reim ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Dekalog 02/10: Nur mich selbst korrigieren

Nur für heute…werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen:
Vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemanden kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern…nur mich selbst.

Der 2. Impuls aus dem Dekalog von Papst Johannes XXII (den ersten gab es hier zu lesen).

Diese Impuls zielt darauf ab, zuerst vor der eigenen Tür zu kehren, bevor man anderen Leuten Vorschriften macht. Aber auch die „Drei-Augen-Regel“ hat damit zu tun:

„Das rechte Auge soll alles sehen. Das linke Auge soll das meiste übersehen, ohne sich zu ärgern. Mit beiden Augen soll man das Wesentliche sehen.“

Wenn ich an mich selber denke? Naja, manchmal ertappe ich mich dabei, andere zu belehren, oder zumindest belehrend zu wirken….

Dekalog 1/10: Nur für heute…

…werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

Dieser Satz gibt mir persönlich insofern zu denken, da ich zu denen gehöre, die am liebsten alles auf einmal erledigen wollen. So packe ich manchmal mehrere Dinge gleichzeitig an und erledige von überall ein bisschen was, aber nichts ganz. Ja, weil morgen ist es ja bekanntlich zu spät!

Solche Zeiten gibt es. Und dann muss ich mich an der Nase nehmen, mich auf wenige Dinge zu konzentrieren, aber das dafür intensiv.

Dekalog der Gelassenheit oder was man von einem Papst lernen kann

Die interessantesten Dinge sind oft dort, wo man sie nicht vermuten würde.

Auf einer Surftour (bitte nicht zu verwechseln mit Sauftour :-)) bin ich auf den sogenannten Dekalog der Gelassenheit von Papst Johannes XXIII gestossen. Ich wollte schon weiterblättern, bin dann aber doch hängengeblieben. Weil es gar nicht so uninteressant ist.

Der Dekalog ist eine Sammlung von 10 Leitsätzen zum Thema Gelassenheit. Dafür, daß diese Sätze von einem Papst stammen,  haben sie erstaunlich wenig mit Gott zu tun. Lediglich in einem wird direkter Bezug auf Ihn genommen.

Zentrales Element aller Sätze ist die Formulierung „Nur für heute“. Gemeint ist, daß man sich primär um das Hier und Jetzt kümmern sollte, und nicht zuviel nach hinten und nach vorne schauen sollte.

Damit deckt sich der Ansatz durchaus auch mit der aktuellen Beratungsliteratur. Mir fallen dazu Sätze ein wie:
„Gestern ist schon vorbei. Das Morgen ist bestenfalls ein Gerücht. Heute leben wir.“
„Wenn die Sorgen von gestern und die Sorgen von morgen mit den Sorgen von heute getragen werden müssen, scheitert der Stärkste.“
„Machen Sie hinten und vorne die Schotten dicht und kümmern Sie sich um den Bereich, den Sie beeinflussen können: das Heute.“

Papst Johannes XXIII muß eine interessante Persönlichkeit gewesen sein. Von ihm stammt ja auch der Klassiker „Etwa die Hälfte!“ (auf die Frage, wie viele Menschen im Vatikan arbeiten).