Wie gehts mir?

Die Frage „Wie geht es Dir?“ ist mir in den letzten Tagen recht oft gestellt worden. Ja, wie geht es mir eigentlich?

Momentan nicht so gut. Die Angst ist stärker geworden, ich kann aber nicht einmal konkret sagen, die Angst wovor. Es hat sicher etwas mit der Zukunft zu tun – wie geht es im Beruf weiter, finde ich eine Stelle innerhalb meiner bisherigen Firma, muss ich mich nach etwas komplett Neuem umsehen, wie ist das mit dem Krankengeld….

Dann diese elende Müdigkeit, die sich wie Blei um mich legt. Das habe ich seit ein paar Wochen, mit steigender Tendenz. Ich fühle mich sehr kraftlos. In der Früh kann ich nicht mehr laufen, sondern nur noch walken. Immerhin. Im Laufe des Tages muß auch ich mich zusätzlich hinlegen, weil ich es nicht schaffe, einen ganzen Tag durchzuhalten. Ist es die Depression? Sind es die Medikamente? Ja, laut Beipackzettel könnten es Nebenwirkungen der Medikamente sein, aber ich nehm sie ja schon recht lange, und bisher hatte ich diese extreme Müdigkeit noch nicht. Besonders schlimm ist es, wenn ich mein „Notfallmedikament“ einnehme, ein Tranquilizer, ok, das kann ich noch verstehen. Aber die anderen Medikamente nehme ich schon seit Monaten….

Die dritte im Bunde ist die Antriebslosigkeit. Es fällt mir sehr schwer, mich zu etwas zu motivieren. Am leisesten würde ich die ganze Zeit schlafen, aber das kann es ja nicht sein. Immerhin, letzte Woche haben wir eine schöne Wanderung gemacht, das war recht schön. Auch mein Betriebsarzt hat mir Wandern empfohlen, wenn das Laufen nicht mehr so geht. Ich bin sehr froh, meine Frau als Stütze zu haben, sie ist wirklich großartig.

Ich glaube, mir fehlen irgendwie Erfolgserlebnisse, die mich positiv und optimistischer stimmen. Vielleicht ein Thema morgen für meine Selbsthilfegruppe.

3 Kommentare zu „Wie gehts mir?“

  1. Es ist oft so, dass Sorge um die Zukunft zusammen mit Stillstand und Unsicherheit um den Weg dahin sich wie Rückschritte anfühlen und dann in dieses Gefühl münden. Ich glaube, wenn sich in Sachen „Zukunft“ etwas bewegt, könnte es besser werden – das reduziert die Unsicherheit, gibt konkretere Ziele und Ansatzpunkte, aktiv zu werden. Das Unbestimmte macht Angst, das Unkonkrete macht antriebslos. Zumindest ist es bei mir so – und von Angst und Antriebslosigkeit werde ich müde. Oft sind konkrete Ziele für‘s drauf Hinarbeiten und gegen die Angst da für mich der Weg raus.

  2. Das hast Du sehr gut geschrieben, Talianna, danke dafür. Ich glaube, daß es genauso ist. Momentan bewegt sich bei mir nichts bzw nur sehr wenig. Die Perspektive fehlt momentan. Ich hoffe, daß sich bald etwas tun wird. Liebe Grüsse, und nochmals Danke für Deinen Beitrag – hat mir geholfen! Wolfgang

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