Reha Tag 5 – Bastelstunde oder doch mehr?

Tag 5. Freitag. Ein bisschen bin ich stolz, ich habe es geschafft, noch vor der Reha (Beginn 8 Uhr) in das Fitnesscenter zu gehen. 15 Minuten Laufband/Crosstrainer, 15 Minuten Rückenübungen, 15 Minuten Duschen und Umziehen – es ist sich ausgegangen. Ich spüre auch, daß mir Sport in der Früh gut tut, daß es mir aus dem Angsttal heraushilft.
Ein sehr schönes Lied zum Laufen habe ich zufällig entdeckt – „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef in einer Sonderaufnahme mit Extrabreit! Sehr schön zum Laufen!

Pünktlich um 8 beginnt die Morgenrunde, es geht nur um Organisatorisches. Die Morgenaktivierung ist recht lustig, wir rollen uns gegenseitig Bälle zu, müssen dabei aber am Platz laufen. Ich komme ein bisschen außer Atem, das ist ja auch der Zweck der Übung!

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Reha Tag 4 – Bewegung und Entspannung

Tag 4. Es ist ein Donnerstag. In der Früh fühle ich mich ein bisschen schwummrig, vielleicht liegt das auch am Wetter. Ich stelle in der Früh fest, daß meine Medikamente gerade eben so bis zum nächsten Arzttermin reichen werden. Naja, wird schon.

Bewegung

Heute steht gleich in der Früh die Bewegungstherapie an. Es ist die erste Stunde. Die Therapeutin geht die Teilnehmer durch, es werden körperliche Beschwerden erhoben. Welchen Sport macht man privat? Welche Erwartungen hat man an die Reha?
Das vor uns liegende Programm scheint recht vielfältig zu sein, es reicht von Kräftigungsübungen bis zu Qui Gong. Heute bleiben wir noch „verschont“, weil in der ersten Stunde nur geplaudert wird.

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Reha Tag 3 – Gruppentherapie und Schokolade

Tag 3. Beginn ist um 8 Uhr. Heute mal nicht Fitnesscenter in der Früh, sondern ich setze mich für 15 Minuten auf den Heimtrainer zu guter Musik. Ist auch ok, aber in Gesellschaft ist es schöner.

Ich komme gut und pünktlich an. In der ersten Stunde erhalten wir allgemeine Informationen zum Thema Psychotherapie: Was ist das, was kann es usw. Da ich ja schon eine laufende Therapie mache, weiß ich schon ein bisschen was. Ziel ist es, mit den Symptomen besser umgehen zu können. Sich neu orientieren zu können. An Lebensqualität zu gewinnen. Sich nach der Reha selbst managen zu können.

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Reha Tag 2 – Willkommen und Ergotherapie

Tag 2. Nachdem ich jetzt schon ungefähr weiss, wie lange ich zur Reha-Anstalt brauche, habe ich es wieder gewagt, vor der Reha in der Früh ins Fitnessstudio zu gehen. Bewegung gleich in der Früh tut mir gut und hilft, aus dem „Angsttal“ herauszukommen. Außerdem beginnt die Reha heute um 8.30, da habe ich auch einen Puffer. Kleine Enttäuschung in der Früh: Meine Sporttasche passt nicht in den Spind, den ich in der Reha-Anstalt gemietet habe. Ok, dann stelle ich sie halt einfach drauf, wird schon keiner klauen.

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Reha Tag 1 – der Beginn

Heute war Tag 1 der ambulanten Reha in einem Zentrum für seelische Gesundheit. Es geht los. Ich war ein bisschen aufgeregt, und war natürlich zu früh dran. Das Gebäude selbst sieht von außen recht nüchtern aus, und im Inneren sieht es eher so nach Bürolandschaft als nach Reha-Anstalt aus. Aber das war nur der erste Eindruck.

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Wieder da

Mein letzter Eintrag ist schon ziemlich lange her – es war mein Heiratsantrag. Seit dem ist viel passiert. Das einschneidendste Erlebnis für mich war im Herbst 2017, als ich in ein Burnout geschlittert und zusammengebrochen bin. Es hat sich eine Depression gebildet, und ich kämpfe mit Angstgefühlen.

Ich habe das Glück, neben einer wundervollen Partnerin, die mich sehr unterstützt, auch eine Therapie machen zu dürfen. Zusätzlich beginnt heute meine Reha. Ich möchte das zum Anlass nehmen, wieder mehr zu schreiben. Es soll ein Tagebuch werden, das mir auch helfen soll, die Inhalte der Reha besser zu verarbeiten.