Wort zum Tag: Heute möchte ich nur…

…Danke sagen.

Heute möchte ich um nichts bitten. Heute möchte ich nur Danke sagen.
Für den Tag. Für alles, was gut ist in meinem Leben. Für alles, wofür ich dankbar sein darf.

Auch wenn ich es momentan nicht so spüre…aber ich weiß, daß diese Dinge da sind.
Danke.

(Gebet Wolfgang)

Reha Tag 10: Ergotherapie oder Bastelstunde?

Tag 10. Ein Freitag. Heute steht wieder Ergotherapie am Programm, von 9 bis 12.
Ich bin der Ergotherapie zu Beginn etwas ratlos gegenübergestanden und dachte „Ok, eine Bastelstunde….wie soll mir das helfen?“

Aber ich lerne, daß mehr dahinter steckt. Die Grundsatzidee ist einmal, daß aktive Betätigung eine heilende Wirkung hat. Das erlebe ich auch mit Bewegung, Weggehen, Kino…

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Reha Tag 9: Kegeln und progressive Muskelentspannung

Tag 9. Donnerstag. Gleich in der Früh im Fitness-Center gewesen – Crosstrainer, Rückenübungen und ein bisschen Dehnen. Fühle mich heute irgendwie aufgekratzt. Komisch.

In der Morgenrunde werden wir wieder nach unserem Tagesbefinden gefragt. Einer Kollegin geht es ziemlich schlecht, sie hatte am Vortag eine Einzelpsychotherapie, und da dürfte einiges hochgekommen sein. Die Anteilnahme in der Gruppe ist sehr groß, wir kennen uns doch schon einige Zeit. Wir können nicht wirklich helfen, aber für sie da sein.

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Ein wichtiger Arzttermin zu einem heiklen Thema

(Anmerkung: In diesem Artikel geht es auch ein wenig um das Thema Sexualität).

Mittwoch. 8. Tag. Nach der Reha. Ich habe einen Termin bei meiner Fachärztin für Psychiatrie. Zum Einen benötige ich wieder ein Rezept für Medikamente, zum Anderen möchte ich ihr von der Reha erzählen.

Sie freut sich sehr, daß ich – früher als geplant – den Rehaplatz bekommen habe. Ich erzähle ihr, daß es mir dort gut geht. Sie sieht das sehr positiv für mich. Sie gibt mir auch eine Perspektive für nach der Reha – wir machen uns gleich einen Termin für unmittelbar danach aus. Jetzt einmal auf die Reha konzentrieren, alles Andere kommt später.

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Reha Tag 8: Von Bedürfnissen und Stadt-Land-Fluss-Spielen

Tag 8. Ein Mittwoch. Ich habe ein gutes Gefühl, fühle mich unternehmungslustig. Seit langem wieder einmal. Der Tag beginnt mit einer Gruppentherapie. Es geht vorab um das Zusammenspiel zwischen Gefühlen (Angst, Trauer, Dankbarkeit, Freude….), Gedanken(vor allem automatisch kommende Gedanken)  und Verhalten. Alle drei hängen zusammen.

Wir  machen ein Gruppenspiel: Wir sind jeweils zu dritt. Einer spielt den Gedanken, einer das Gefühl, der Dritte das Verhalten.  Ein Gedanke wird ausgesprochen (zb „Ich bin nichts wert“); aus dem resultiert ein Gefühl (zb Niedergeschlagenheit) und daraus ein Verhalten (zb sozialer Rückzug). Aber auch ein Gefühl kann einen Gedanken und ein Verhalten auslösen, genauso wie ein Verhalten einen Gedanken und ein Gefühl auslösen kann. Das Gruppenspiel war recht interessant, es zeigt Möglichkeiten, wo man ansetzen könnte.

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Reha Tag 7 – von Angst,Gedächntnislücken und Handschmeichlern

Tag 7. Es ist Dienstag früh. Ich überwinde mich und gehe nach einiger Zeit wieder einmal morgens um 6:00 laufen. Ich merke, dass es in der Früh schon heller wird. Der Lauf ist ganz ok, aber ich merke, daß ich nicht meine übliche Runde drehen kann. Ich muß sie abkürzen, aber das ist ok. Nach einer Dusche mache ich  mich auf den Weg in die Reha.

Bauchatmung

Heute steht die Einzelpsychotherapie an. Ich habe die Therapeutin schon ein bisschen kennengelernt. Wir sprechen über das Thema Angst. Sie empfiehlt mir für kritische Situationen die Bauchatmung: beim Einatmen hebt sich der Bauch, beim Ausatmen senkt sich die Bauchdecke. Und das 3 Minuten.
Der Sinn der Bauchatmung ist die Entspannung über den Solarplexus herbeizuführen. Wenn man entspannt ist, hat man keine Angst, meint die Therapeutin.

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Reha Tag 6 – es geht um Achtsamkeit

Tag 6. Montag. Ich schaffe es in der Früh wieder ins Fitness-Center, immerhin ein erster Erfolg. Ich fühle mich etwas schlechter als in der Vorwoche, die Angst ist stärker. In der ersten Woche war so ein bisschen Aufbruchstimmung, und ich hatte das Gespräch mit meinem Vorgesetzten hinter mich gebracht. Aber egal.

Der Tag beginnt mit einer ärztlichen Untersuchung, Blutdruck wird gemessen, Lunge abgehört, Reflexe geprüft. Ich erzähle der Ärztin auch, dass es mir etwas schlechter geht.

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