Reha Tag 9: Kegeln und progressive Muskelentspannung

Tag 9. Donnerstag. Gleich in der Früh im Fitness-Center gewesen – Crosstrainer, Rückenübungen und ein bisschen Dehnen. Fühle mich heute irgendwie aufgekratzt. Komisch.

In der Morgenrunde werden wir wieder nach unserem Tagesbefinden gefragt. Einer Kollegin geht es ziemlich schlecht, sie hatte am Vortag eine Einzelpsychotherapie, und da dürfte einiges hochgekommen sein. Die Anteilnahme in der Gruppe ist sehr groß, wir kennen uns doch schon einige Zeit. Wir können nicht wirklich helfen, aber für sie da sein.

In der Bewegungstherapiestunde wird gekegelt! Natürlich nicht auf einer echten Kegelbahn, aber mit Spielkegeln aus Holz. Aus den unmöglichsten Positionen werden die Kugeln gerollt, es ist sehr lustig und macht Spass.

Danach geht es in die Entspannungstherapie – wir werden in die PMR Progressive Muskelentspannung nach Jacobson eingeführt. Man geht durch den Körper und spannt einen Muskel an, hält ihn ein wenig angespannt und entspannt ihn. Unsere Therapeutin hat eine angenehme Stimme und führt uns durch die Übung.
Ich merke, daß ich oft abschweife. Grundsätzlich ist es angenehm, aber um es zu Hause zu machen, brauche ich auf jeden Fall eine CD oder Ähnliches, wo die einzelnen Schritte angesagt werden. Alleine schaffe ich es nicht. Ob es mir hilft, kann ich noch nicht sagen…

Am Ende des Tages hatte ich ein gutes Gespräch mit einer Kollegin, die schon in der letzten Rehawoche ist. Wir haben uns sehr schön ausgetauscht.

Am Nachmittag fällt mir in der Ruhezone noch eine Dame mit Kopfhörern auf, die die Augen geschlossen hat, leicht mit den Beinen wippt und so zufrieden lächelt. Ich überrasche mich selbst, daß ich sie, nachdem sie die Augen geöffnet und die Kopfhörer abgelegt hat, danach frage, was sie gehört hat. Normalerweise würde ich nie einfach so eine Frau ansprechen, aber ich hatte wirklich keine unlauteren Absichten. Es ergibt sich ein sehr nettes und lustiges Gespräch – ich erfahre, daß sie ein großer Calvin Russel Fan ist. Mir bis dato völlig unbekannt. Sie empfiehlt mir die Nummer „Crossroad„, auch wegen dem Text. Hörenswert.

Fazit: Es war ein ambivalenter Tag. Daß es der Kollegin schlecht gegangen ist, hat auch die Gruppe belastet. Das Kegeln, die PMR und die Gespräche am Nachmittag waren hingegen sehr schön.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: