Reha Tag 1 – der Beginn

Heute war Tag 1 der ambulanten Reha in einem Zentrum für seelische Gesundheit. Es geht los. Ich war ein bisschen aufgeregt, und war natürlich zu früh dran. Das Gebäude selbst sieht von außen recht nüchtern aus, und im Inneren sieht es eher so nach Bürolandschaft als nach Reha-Anstalt aus. Aber das war nur der erste Eindruck.

Am Eingang erhalte ich eine Mappe mit der Hausordnung, allgemeinen Infos zu Haus, einem Lageplan und mehreren Fragebögen. Es ist noch Zeit, daher beginne ich gemeinsam mit den Anderen aus meiner Gruppe die Fragebögen schon auszufüllen. Es folgt eine offizielle Begrüßung und eine Führung durch das Haus – nach einer ersten Verwirrung kommt man drauf, daß die Räume eigentlich ganz gut angelegt sind: Die Therapeuten sind auf einem eigenen Büroflur, genauso die Ärzte und so weiter. Sehr schön, dass es einen Spind gibt, den man mieten kann. Und eine Kantine, wo man ohne weitere Kosten essen kann. Und einen sehr schön gestalteten Ruhebereich, in dem man sich ausruhen oder Wartezeiten überbrücken kann.

Danach stellen sich die einzelnen Ärzte und Therapeuten vor, das finde ich nett. Man erhält eine Einführung und die ersten Infos über den Tagesablauf. Jeder bekommt einen individuellen Tagesplan, der jeden Freitag für die Woche darauf ausgegeben wird, damit man die Woche für sich planen kann.

Mein erster richtiger Termin ist die sogenannte Sozialanamnese – eine Sozialarbeiterin unterhält sich mit mir über Themen wie Krankengeld, Krankschreiben, Möglichkeiten der Wiedereingliederung etc. Ich freue mich, daß sie mir einen Termin bei der Krankenkasse abnimmt. Sie ist sehr nett und hat ein ansteckendes Lachen, ich unterhalte mich gerne mit ihr.

Nach der Mittagspause und einer einstündigen Pause, die sich aus dem Tagesablauf ergibt, habe ich meine erste Einzel-Psychotherapie. Im Gespräch ging es um eine Bestandsaufnahme und meine Erwartungen bzw Wünsche an die vor mir liegenden 6 Wochen. Ich versuche die Erkenntnisse aus meinen wöchentlichen Therapiesitzungen zusammenzufassen. Die Therapeuten empfiehlt mir die Teilnahme an separat angebotenen Achtsamkeitsübungen und Kognitiven Training wegen meinen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.

Damit war der erste Tag um ca 14.15 beendet. In Summe kann ich ihn positiv abschliessen, ich habe die Gespräche als gut empfunden. Morgen geht es in der Früh mit dem Gespräch mit der Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie weiter. Der erste Schritt ist gesetzt.

 

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