Star Trek und Speckstein

Nach vielen Mühen habe ich mein Einzelprojekt mit Speckstein fertig – ein Star Trek Logo bzw ein Communicator. Er sieht zwar aus wie nach heftigem Phaserbeschuss, aber ich bin trotzdem ein bisschen stolz, da ich handwerklich nicht wirklich begabt bin.
(Bild ist auf der 2. Seite – bitte nicht erschrecken)

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Mein Ziel in der Therapie

Ich möchte gerne, daß ich meine Angst beherrsche und nicht umgekehrt. Daß ich sie auf ein Ausmaß einschränken kann, damit der Alltag möglichst wenig belastet wird.

Ich will aber auch die Gelassenheit lernen, mit der Angst und Anpassung umzugehen. Gänzlich wegfallen wird sie nicht, da bin ich realistisch. Ich glaube, es wird wie eine chronische Krankheit werden – sie wird immer da sein, aber ich möchte sie durch Maßnahmen eindämmen und mit ihr umgehen lernen.

Es wäre schön, wenn ich Lebensfreude empfinden könnte – trotz Angst. Daß es schön ist, auf der Welt zu sein. Es zu wissen, und zu empfinden, das sind einfach 2 Paar Schuhe.

Ich möchte auch nicht mehr so darauf achten, was andere machen – ich muß meinen Weg finden.

Das ist mein Ziel.

Zu spät kommen als therapeutische Maßnahme

Donnerstag. Einzelpsychotherapie.

Ich hatte heute ein recht gutes Gespräch. Wir haben ein bisschen am Thema „genau und gewissenhaft“ fortgesetzt (in diesem Blog Artikel bin ich schon darauf eingegangen, warum ich das eigentlich gar nicht sein will).

Vielleicht ist es eine Schutzfunktion aus Angst vor Fehlern und Zurücksetzung. Ich sage ihr, daß ich nicht möchte, daß Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit das sein soll, was eines Tages auf meinem Grabstein stehen soll. Sie fragt mich, was ich statt dessen gerne hätte.

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Wort zum Tag: Wir stehen jeden Tag…

…auf der Übungsmatte unseres Lebens. (unsere Gruppenpsychotherapeutin)

Sie meinte damit, daß wir uns nicht von einem Tag auf den anderen vollständig ändern können. Dass wir unsere Ziele, das was wir uns in der Reha erarbeitet haben, nicht alles gleich zu 100% umsetzen können.

Es sei ok, wenn man sich auch mal auf etwas konzentriert, zb „Nein sagen lernen“. Und man auch kleine Schritte würdigt.

Das Wort zum Tag: Wenn nichts mehr hilft…

…dann hilft nur noch Humor. (ein Mitglied unserer Reha-Gruppe)

Das sagt sich natürlich leichter, als es tatsächlich ist. Aber es muss schon was dran sein. Nicht umsonst gibt es Organisationen, sie sich genau damit beschäftigen. Eine kleine Auswahl, die ich im Internet gefunden habe:

 

Wer lacht, hat keine Angst.

Was mein Kollege aber wahrscheinlich eher sagen wollte, war, daß Humor zu einer gelassenen Lebenshaltung beiträgt, mit der man manches leichter ertragen kann. Einen sehr guten Artikel dazu habe ich im Netz auf einer Seite der Welt gefunden.

Ich nehme mir vor, heute in der Reha einmal zu lachen. Und vielleicht auch andere zum Lachen zu bringen.

Ich will nicht, daß mich die Menschen so sehen

Ende letzter Woche hatte ich ein Einzelgespräch mit der Psychotherapeutin in der Reha. In der ersten Hälfte ist es um meine Eltern, Kindheit und Jugend gegangen. Ich habe zum überwiegenden Teil positive Erinnerungen an diese Zeit. Mit 12 bis 14 Jahren hatte ich eine schwerere Zeit in der Schule, heute würde man „Mobbing“ dazu sagen, damals war ich halt der Schwächste in der Klasse und musste mich unterordnen. Die Zeit mit 17,18 Jahren (Vorbereitung auf Matura etc) war aber sicher einer der schönsten in meinem Leben, so gleicht sich das wieder aus.

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Was hat ein Gummibärchen mit Depression zu tun? Eine Lektion in Achtsamkeit

Montag in der Achtsamkeitsgruppe:

Wir werden eingeladen, achtsam ein Gummibärchen zu essen. Unter Anleitung des Therapeuten betrachten wir das Bärchen zunächst nur. Seine Farbe, seine Form…wie fühlt es sich in der Hand an?

Mir fällt auf, wie schön eigentlich das Licht in so einem Gummibärchen anzusehen ist. Ich habe ein gelbes erwischt, es ist ein schöner Anblick. Ich entdecke auch, daß das Bärchen ein Gesicht mit Augen hat – das ist mir noch nie aufgefallen. Die Augen sehen zwar wie die von E.T. aus, aber immerhin…

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