Wolfgang´s Weg

20 Juni, 2015

Hatschi! Ich und mein Heuschnupfen…..

Filed under: Laufen — Wolfgang @ 13:09
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Man wird älter. Und mit dem Alter kommen immer mehr Beschwerden. So weit, so bekannt. 🙂

Offenbar gilt das auch für meinen Heuschnupfen, sprich Pollenallergie. Schon als Jugendlichen hat sie mich gequält, danach ein bisschen in Ruhe gelassen, um in den letzten Jahren wiederzukommen. Dieses Jahr ist es besonders schlimm, und beeinträchtigt erstmals richtig das Laufen. Dauerschnupfen, Jucken in Nase und Rachen, Husten….

Vielleicht liegt es auch daran, daß dieses Jahr angeblich irgendwelche Gräserpollen gleichzeitig – statt wie normalerweise zeitlich hintereinander- fliegen sollen. Wie dem auch sei, ich hab mich ein bisschen im Netz umgeschaut, was man da so machen kann. Eines vorweg – es gibt eine Unzahl von Links. Jedes Lauf- und Sportmagazin, Medizinseiten und so mancher Blogger berichten über das Thema. Uns aller Achim Achilles hat dem Thema sogar ein eigenes Video und ebook gewidmet.

Das Schöne: ich bin nicht alleine! 🙂 Wie geht es Euch damit? Habt Ihr ähnliche Beschwerden?

Ich hab mir ein paar Sachen rausgeschrieben – sie reichen von „No na ned“ bis „Aha!“ Der guten Ordnung halber muss ich natürlich darauf hinweisen, daß ich kein Mediziner bin und daher auch keine Verantwortung übernehmen kann – die Tips erscheinen mir persönlich aber als plausibel.
(Für meine deutschen Leser: Mit  „No na ned“ bezeichnet der Wiener einen Umstand, der „eh klar“ ist, bzw der ohnehin selbstbverständlich ist. Soweit mein Tipp für den nächsten Wien-Urlaub ;-))

Zeitpunkt des Laufens:
Vor 8 Uhr Früh, ab 20 Uhr scheint die Pollenbelastung geringer zu sein, wobei es regionale Unterschiede gibt, auch zwischen Stadt und Land. Ist halt schwierig für mich…am Wochenende kann ich mir die Zeiten etwas flexibler einteilen, unter der Woche geht es in der Früh gar nicht.

Pollenflugkalender / info / App
Das habe ich bisher gar nicht genützt. Unter zb Pollenwarndienst.at gibt es für Österreich ganz brauchbare tagesaktuelle Angaben. Die auf der Seite vorgestellte App werde ich probieren, kann aber dazu noch nichts sagen.
Für Deutschland hätte ich die Seite Polleninfo.org gefunden – aber die Suchmaschine des eigenen Vertrauens findet sicher noch viel mehr.

Regenläufe
Hier bin ich einem Irrtum aufgesessen, bzw habe etwas nicht bedacht: Bei einsetzendem Regen werden offenbar die Pollen nach unten gedrückt, d.h. die Beschwerden können schlimmer werden. Während des Regens ist es dann besser. Aufpassen sollte man aber, wenn man gegen Schimmelpilzsporen allergisch ist.

Indoor Laufen
Ja, natürlich kann man am Laufband im Fitnesscenter laufen….ich mags halt nicht so. Andererseits: Wenn die Beschwerden anhalten, werde ich mich vielleicht mal dazu durchringen..

Urlaub am Meer oder in den Bergen
Sofort und jederzeit….das nötige Kleingeld und die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt!

Duschen nach dem Laufen
Ok, das macht man eh immer/meistens. Es schadet aber nicht, sich bewusst zu machen, dass damit eben nicht nur Schweiss, sondern auch Pollen abgewaschen werden

Haare am Abend waschen
Genauer gesagt vor dem Schlafengehen – ja, das kann in der Nacht erleichternd wirken. Vor allem landen dann sicher weniger Pollen im Kopfkissen. Und den Kopkissenbezug extraoft wechseln – hier muss ich mich an der Nase nehmen!!

Laufgewand ausklopfen oder gleich waschen
Meistens wandert es eh gleich in die Maschine – aber auch hier gilt, man sollte sich bewusst machen, dass man die Pollen von draussen in die Wohnung mitbringt.

In der Pollensaison Wäsche nicht im Freien trocken
Das tut wieder ein bisschen weh – ich hänge die Wäsche gerne am Balkon auf, weil sie dann einfach gut riecht. Aber natürlich – unser Balkon ist nach Westen gerichtet, liegt also immer  im Wind – da kann sich in der feuchten Wäsche schon was fangen.

Wiesen und Äcker meiden – Nadelwälder suchen
Naja. In meiner unmittelbaren Umgebung gibts keinen Nadelwald, sondern halt nur Wiesen und Äcker. Und die Prater Hauptallee besteht aus Kastanienbäumen und Gräsern…

Wohnung nur bei geringem Pollenflug lüften
Ja, wenns geht…..

Nasendusche verwenden
Arrrghhh….ich habe mir dazu ein paar Videos auf Youtube angesehen…das sieht interessant aus :-). Anderseits scheint es wirklich zu helfen, siehe hier ein Tesbericht von Stiftung Warentest.
Ich glaube, ich werde es wagen….habt Ihr Erfahrung damit?

Naja, soweit halt die Tipps, die man so im Internet findet. Was man auch findet, ist der Hinweis, mit Heuschnupfen nicht zu leichtfertig umzugehen, sonst kann es schlimmer werden, bis zum Asthma. Beim Sport atmet man nun mal tiefer und schneller, und auch oft durch den Mund, wodurch die Pollen ungefiltert in die Lungen kommen…

Was kann man medizinisch dagegen tun? Auch hier gibt es viele Links…immer wieder genannt wurde die „Hyposensibilisierung.
Es handelt sich hierbei um eine Therapie mit dem Ziel, den Körper an die Allergene zu gewöhnen. Dauer 3-5 Jahre! Wer dazu mehr wissen will, ich denke, der Wikipedia Eintrag oder die Suchmaschine des Vertrauens bietet einen guten Einstieg.

Schauen wir mal, wie der Sommer wird….besonders auf die Nasendusche bin ich schon gespannt, werde mal in der Apotheke Ausschau halten. Über allfällige Erfahrungen gibts dann hier wieder was zu lesen 😉

Alles Liebe an Euch, und ein schönes Wochenende!

 

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8 Kommentare »

  1. Willkommen im Allergiker-Club!

    Bin selbst allergiegeplagt (Hausstaub, Birke und neuerdings auch Beifuss) und aktuell im dritten Jahr der Hyposensibilisierung gegen Hausstaub. Nasendusche verwende ich im Herbst/Winter täglich, da sterben die Hausstaubmilben ab und durch das Heizen wird der Staub schön verteilt. Ist gewöhnungsbedürftig, aber wirkt schon.

    Birke war heuer recht heftig bei mir, kaum 2-3 Minuten an der „frischen“ Luft und die Nase rinnt bzw. die Augen brennen. Dagegen hift bei mir im Grunde nur ein Kortison-Nasenspray. Allergietabletten helfen möglicherweise, aber ich werde von denen müde (auch von solchen, die angeblich nicht müde machen!) und bekomme Kreislaufprobleme. Für paar Wochen im Jahr, wo die Birke blüht, greife ich lieber zum Kortison-Nasenspray. Das klingt wilder, hat aber bei kurzfristiger Verwendung kaum Nebenwirkungen (und steht auch nicht auf der Dopingliste.)

    Ich würde dir empfehlen, einen Allergietest mit RAST-Klassenbestimmung machen zu lassen, und wenn die RAST-Klassen für Gräser hoch sind, über eine Hyposensibilisierung nachdenken. Mir hat sie bei den Hausstaubmilben gut geholfen. Sicherlich ist es ein Zeitaufwand, anfangs muss man wöchentlich zum Arzt für die Spritze, dann einmal pro Monat. Es gibt aber auch Tropfen, die man täglich selbst einnimmt, dann kann man sich die Arztbesuche sparen.

    LG,
    A

    Kommentar von Andrea — 20 Juni, 2015 @ 22:42

  2. Viele Tipps sind einfach herzallerliebst. Aber man kann noch soviel waschen und klopfen, das hilft alles nicht sonderlich viel. Die Pollen sind halt einfach immer und überall. Wenn Tabletten nicht mehr helfen, habe ich mich spritzen lassen. Einmal eine Spritze Volan A (enthält Kortison) und ich hatte den Sommer über Ruhe. Letzten Sommer und diesen Bislangnichtsommer komme ich mit gelegentlichen Einwurf von Lora-Tabletten aus.

    Nasenspülung habe ich noch nicht versucht, widerstrebt mir auch irgendwie.

    Ich hoffe, Du kommst einigrmaßen gut durch die Pollenzeit!

    Liebe Grüße
    Volker

    Kommentar von Deichlaeufer — 21 Juni, 2015 @ 00:06

  3. Lieber Wolfgang, wir werden alle älter, aber ich bin der Meinung, dass man mit Sport und richtiger Ernährung den Wehwehchen entgegenwirken kann, ich bin schon lange auf der Spur und muss zum Glück nicht – wie viele meine Altersgenossen – mit Tabletten, Übergewicht, Schmerzen leben, man muss etwas dafür tun.

    Mit dem Heuschnupfen habe ich auch keine Erfahrung – zum Glück, aber du schaffst auch diese Hürde, ganz bestimmt !

    Liebe Grüße von der Ostsee 😎

    Kommentar von ultraistgut — 21 Juni, 2015 @ 07:35

  4. Hallo Andrea,

    danke für Deine sehr ausführliche Antwort! über die ich mich sehr gefreut habe!
    Du hast mich etwas beruhigt, was die Nasendusche angeht…ich werde mir nächste Woche so ein Ding besorgen und es tapfer ausprobieren. Du hast mich auch daran erinnert, dass mein letzter Allergietest (Trick-Test) schon wieder ein paar Jahre her ist – jetzt, wo die Beschwerden stärker werden, ist es sicher kein schlechter Zeitpunkt, das zu aktualisieren. Mit Kortison-Sprays habe ich gar keine Erfahrung, aber ich werde mich in der Allergie-Klinik beraten lassen, welche Möglichkeiten ich habe – auch was eine Hyposensibilisierung betrifft. Irgendwie möchte ich ja drum herum kommen, aber wenn die Allergie signifikant ist……

    Auf jeden Fall nochmals ein grosses Dankeschön! Ah, noch eine Frage: Verwendest Du die Nasendusche im Sommer nicht?

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    Kommentar von Wolfgang — 21 Juni, 2015 @ 17:19

  5. Gern doch!

    Nein im Sommer bin ich (wenn nicht gerade der Beifuss blüht) zum Glück fast beschwerdefrei.

    LG,
    A

    Kommentar von Andrea — 21 Juni, 2015 @ 21:24

  6. Lieber Volker,

    Du hast recht, wirklich entkommen tut man ihnen nicht….aber vielleicht kann man sie damit zumindest etwas reduzieren. Danke für Deine Erfahrungen mit Spritze und Tablette, ich werde das bei meinem Termin in der Allergieklinik mal hinterfragen. Nasenspülung bleibt ein Thema – ich werde berichten – aber kein Video online stellen :-))

    Lg Wolfgang

    Kommentar von Wolfgang — 22 Juni, 2015 @ 20:06

  7. Liebe Margitta,
    da gehts Dir wirklich gut! 🙂
    Ach, der Heuschnupfen und ich sind eine Mischpoke, wie man so schön sagt…wir werden uns schon arrangieren 🙂

    Lg Wolfgang

    Kommentar von Wolfgang — 22 Juni, 2015 @ 20:07

  8. […] Letzte Woche habe ich ja über meine Beschwerden in der Pollenzeit geschrieben. Auf meinen Streifzügen durchs Netz bin ich unter anderem auf das Thema “Nasendusche” gestossen. […]

    Pingback von Nasendusche – what a feeling! | Wolfgang´s Weg — 28 Juni, 2015 @ 17:12


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