Von Trippelschritten, Flügelschlägen und dem Gewissen

Gestern war wieder ein Lauf in der Hauptallee angesagt. Der Lauf wird mir aus folgenden Gründen im Gedächtnis bleiben:

1) ist es mir nach langer Zeit wieder gelungen, 10 km zu laufen – mit 2 kurzen Gehpausen.

2) habe ich eine interessante Beobachtung an mir selber gemacht: Anstelle von 2 weiteren Gehpausen bin ich eher zufällig in einen langsamen „Trippelschritt“ verfallen, Arme eng an den Körper, Schultern hochgezogen. Sah sicher komisch aus, aber dennoch konnte ich mich ganz gut erholen, ohne aufs Gehen umsteigen zu müssen

3) war seltsamerweise der letzte Kilometer der Schnellste. Nachdem ich trotz langer Beine eher kurze Schritte mache, habe ich auf dem letzten Km die Beine sozusagen „ausgefahren“. Ein tolles Gefühl, wie ein Adler, der seine Schwingen endlich ausstrecken kann. Leider schaffe diesen Zustand nur über kurze Strecken.

4) zeigt sich wieder, wie wichtig das Laufen auch für meine Seele ist. Ich habe während des Laufens ein Problem gewälzt, bei dem es um eine Gewissensentscheidung geht. Bei Km 6 wusste ich, was ich zu tun hatte.  Nichts geheim halten. Zu Fehlern stehen. Aufrecht laufen sozusagen.

In Summe ein schöner Lauf, in dem ich meinen 8:30 Schnitt inkl der Gehpausen halten konnte.