Pferde, alte Läufer und Demut

Heute, Hauptallee. 3 Erlebnisse.

1.
In der Allee sind neben den Läufern und Biker auch Reiter und sogar Fiaker unterwegs.
Heute hatte ich Gelegenheit, längere zeit neben einem Fiaker zu laufen, der zufällig in etwa mein Tempo hatte. Das hatte etwas ganz besonderes, neben 2 Pferden zu traben. Was für schöne, beeindruckende Lebewesen. Gelegentlich wird man am Seitenstreifen der Allee auch von galoppierenden Pferden überholt – was für ein Anblick!

2.
Vor fast 1 Jahr habe ich über einen schon älteren Mann berichtet, der seinen Rollstuhl die Allee entlang geschoben hat. Heute habe ich ihn nach längerer Zeit wieder gesehen. Und ich muss sagen, er sah recht gut aus. Auch heute schob er gemeinsam mit seiner Pflegerin seinen Rollstuhl entlang des Mittelstreifens der Allee, in gar nicht so langsamen Tempo. Respekt!

3.
In der Allee begegnete ich einem Läufer beim Aufwärmen, der mich optisch – ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll – an einen VW Käfer erinnerte: Klein und rund, und sicher schon 60 Jahre alt. Außerdem trug er einen Rucksack. In Summe eine amüsante Erscheinung, die mich – moralisch nicht korrekt – schmunzeln liess.
Als er dann aber zu laufen begann, verwandelte sich das Schmunzeln in Staunen: Er hatte einen ordentlichen Zug, wie man bei uns in Wien sagt. Auf jeden Fall lief er mir auf und davon.
Nun, da hat mir der liebe Gott wieder einmal eine Lektion in Demut erteilt. Urteile nie nach dem Äusseren, schon gar nicht bei einem Läufer!

 

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4 Kommentare zu „Pferde, alte Läufer und Demut“

  1. Wow, neben Pferden zu laufen, stelle ich mir auch super vor! Auf meiner Laufstrecke gibt es nur Fahrradfahrer, und mit denen komme ich nicht mit 😉
    Und was die anderen Läufer angeht – da habe ich letztens eine gesehen, das sah so ungelenk aus … aber das habe ich nur von hinten gesehen, so schnell war sie vorbei …
    Liebe Grüße! Jenneke

  2. Hallo Jeneke, ja, der Schein trügt manchmal, wie auch ich erfahren musste! 🙂
    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

  3. Das erinnert mich an alte Zeiten. Wenn wir auf „unseren“ Pferden (wir hatten das Vertrauen der Stallbesitzerin und durften immer, zu jeder Zeit, auf jedem Pferd, das wir wollten alleine ausreiten gehen. Das wusste ich damals sehr zu schätzen, dass ich nicht mit 10 anderen durch die Gegend dümpeln muss) durch die Lange Lacke ritten. Wir wurden ständig von den Spaziergängern und Vogelbeobachtern fotografiert, die Radler hielten an und ein Mal hielt uns sogar ein älteres Ehepaar an, ob sie denn die Pferde streicheln durften und wir danach vielleicht an einer bestimmten Strecke entlang galoppieren würden, damit sie uns fotografieren können. WIr haben natürlich mitgemacht 🙂 Und ich kann dazu nur eines sagen: ich sehe regelmäßig Pferde, arbeite mit ihnen, putze sie, gehe manchmal auch nur mit meinem Fuchs grasen und sie faszinieren mich JEDES Mal auf´s Neue. An der Ausstrahlung und Erscheinung von Pferden haftet etwas, das gut für die Seele eines Menschen ist.

  4. Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit, den Hof eines Pferdezüchters zu besuchen (Dressurpferde). Ich bin 1m90, aber neben diesen Tieren kommt man sich sehr klein vor. Das waren große, mächtige Pferde. Sehr beeindruckend und Ehrfurcht gebietend.

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