Wolfgang´s Weg

03 April, 2011

Keine Zehennägel mehr…

Filed under: Laufen — Wolfgang @ 15:21
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…hat ein von der „Presse am Sonntag“ interviewter österreichischer Ultraläufer – hier der Link zum vollständigen Artikel.

In dem Artikel geht um Ultraläufer – Untertitel :“Wenn Marathonläufer im Ziel erschöpft zusammenbrechen, beginnt für den Ultraläufer erst der Spaß“. Ein österreichischer Ultraläufer spricht über seine Motivation und die Faszination, die dieser Sport auf ihn ausübt. „Ultraläufer sind ein sehr entspanntes Völkchen. Probleme im Alltag prallen an mir ab – was soll mich nach 160 Kilometern Laufen noch erschüttern?“

Das nehme ich ihm auch ab. Selbst nach bereits 5 Kilometern stellt sich so manches Problem des Alltages kleiner dar. Gelassenheit scheint eine Grundeigenschaft von Ultraläufern zu sein. Auf die Frage, ob die Zehennägel bei einer solchen Tortur nicht leiden, antwortet er nur „Habe ich keine mehr.“.

Nachdenklich stimmt mich lediglich der letzte Absatz des Artikels, in dem es um den Zeitaufwand und die Vereinbarkeit des Sportes mit dem Familienleben (verheiratet, 3 Kinder) geht. „Mit der Familie muss man das im Dissens machen.“ Seine Frau ist nicht begeistert über sein Hobby,  daß er manchmal eben tagelang nicht da ist (wegen Bewerben im Ausland), akzeptiert es aber.

Sport und Familie. Hobby und Familie. Wahrscheinlich ein Thema, zu dem Viele vieles sagen könnten. Schlußendlich muß jede Familie für sich selbst eine Lösung dafür finden. Den Mittelweg, sich selbst zu verwirklichen, dabei aber die gemeinsame Zeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Und daß nicht Einer permanent die Hauptlast der Partner- und Familienarbeit trägt. Das zu meistern, ist vielleicht die größte Herausforderung in einer Beziehung.

Wer sich für das Thema Ultralauf interessiert, dem möchte ich diese Seite sehr ans Herz legen. Ein wundervolles Blog einer Ultraläuferin aus dem deutschen Norden, mit vielen persönlichen Erfahrungen und eindrucksvollen Bildern.

 

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2 Kommentare »

  1. Hallo, lieber Wolfang, Ultra-Laufen hat seinen Preis, das kann man nicht anders sagen, aber wenn man – wie ich – eine Familie hat, die dem gleichen Hobby frönt wie man selbst und hinter einem steht, dann geht sogar das, alles ein Leben lang praktiziert, ohne dass irgendjemand darunter leiden musste.

    Zehnnägel habe ich auch genügend gelassen, allerdings sind sie alle nach ca. einem Jahr wieder nachgewachsen, so habe ich nach meinem ersten 100-Kilometer-Lauf in Biel sechs Zehnnägel selbst “ ab operiert „, die Füße sahen grausig aus, nachdem ich 11 Stunden in Schlamm und Dreck unterwegs war.

    Danke für den lieben Hinweis auf meinem Blog, das freut mich sehr ! 8)

    Kommentar von ultraistgut — 04 April, 2011 @ 07:35

  2. Hallo Ultra,

    ich glaube, ohne daß die Familie hinter einem steht, kann man nicht dem Ultra-Lauf frönen. Im Presseartikel hatte ich halt das Gefühl, daß die Familie es zwar akzeptiert, aber nicht wirklich dahinter steht. Aber es steht mir nicht zu, aus der Ferne dazu meinen Senf abzugeben 🙂

    Das mit den Zehennägeln scheint somit der Preis des Erfolges zu sein 🙂

    Kommentar von Wolfgang — 04 April, 2011 @ 18:15


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