Wolfgang´s Weg

04 August, 2010

Ein Hauch von Byzanz…

Filed under: Tagebuch — Wolfgang @ 21:15
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…durchwehte heute unsere Kirche. Ein rumänischer Gastpfarrer hielt heute Abend eine Messe nach byzantinischem Ritus in rumänischer Sprache.

Der geneigte Leser wird sich jetzt fragen: Na und? Warum erzählt uns Wolfgang das?

Es gibt das Eine und Andere, weswegen ich den Abend als etwas Besonderes empfunden habe, und im Blog verewigen möchte.

Es war köstlich mitanzuhören, wie sich vor der Messe unser „normaler“ Pfarrer mit dem rumänischen Kollegen über den Ablauf der Zeremonie unterhalten hat – hatte Unterhaltungswert. Es war schön zu sehen, dass auch Priester im Prinzip diesselben Probleme in der „grenzüberschreitenden“ Zusammenarbeit wie wir alle  haben. Die Diskussion, wer wann welchen Segen spendet, wann die Lesung erfolgt etc wurde mit Händen und Füssen geführt.

Die Messe selbst: Ich spreche kein Wort Rumänisch – dennoch konnte man dem Gottesdienst irgendwie folgen. So ähnlich haben vielleicht auch die Menschen im Mittelalter gefühlt, als die Messen in Latein gelesen wurden – und von der Bevölkerung auch nur kaum verstanden wurden.

Ich nehme auch mit, dass Rumänisch – zumindest Kirchentexte – eine wohlklingende Sprache sein kann.

Am Schluss der Messe gab es eine peinliche Stille – nach dem Motto : Kommt jetzt noch was? Aber sie war tatsächlich schon vorbei.

Alles in Allem mal ein interessanter Ausflug in eine andere Sprache – bin aber froh, wenn nächste Woche wieder Deutsch gesprochen wird 🙂

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2 Kommentare »

  1. Hallo lieber Wolfgang!

    dein Artikel ist in der Tat mal etwas ganz anderes.
    Mir ist es sofort gelungen, in die Kirchenstimmung einzutauchen.
    Als ehemalige Katholikin war ich regelmäßige Kirchenbesucherin vor gefühlten 100 Jahren …
    Weihrauch und Mhyrre ließen mir regelmäßig die Sinne schwinden. Vielleicht lag es aber auch am dauernden Aufstehen, Setzten, Knien …
    M.E. ist so eine Messe in jedem Fall eine sehr zeremonielle und feierliche Angelegenheit; und wenn der Glaube dazu kommt, sicher sehr anrührend.

    Es ist etwas besonderes, dass du darüber schreibst.

    Liebe Grüße, Christine

    Kommentar von Christine — 05 August, 2010 @ 09:57

  2. Hallo Christine!

    Wir haben das Glück, in einer jungen und modernen Pfarre zu leben, daher gibt es in den Messen nicht so viel Weihrauch 🙂

    Religion und Glaube ist etwas sehr Persönliches, und was mir gut tut, kann für einen anderen der verkehrte Weg sein. Mir persönlich gibt es etwas, einer Messe beizuwohnen, wobei ich das Gefühl aber nicht genau beschreiben kann. Vielleicht schreibe ich mal einen eigen Blogbeitrag dazu….

    Kommentar von Wolfgang — 08 August, 2010 @ 15:15


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